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Sach an! – Actionpainting in Brake

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Den Kopf frei kriegen – das hört sich ja immer leichter an, als es tatsächlich ist. Nach einer Stunde im Atelier bei Sandra Adams-Korz ist man diesem Ziel schon ziemlich nahe – wo sonst darf man einfach mal einen vollen Becher Farbe an die Wand schleudern?

„Hier ist alles erlaubt, was ich als Kind beim Malen nie durfte“, fasst Emily vom NWZ-Youtube-Channel „Sach an“ die Regeln zusammen. Sie durfte das Actionpainting im Atelier Konfetti in Brake am Mittwochvormittag gemeinsam mit Sandra Adams-Korz ausprobieren – und war begeistert.

Zaghafte Spritzer

Die Einführung geht schnell: flugs in den blauen Schutzanzug gegen Farbspritzer schlüpfen, etwas Materialkunde – und schon kann es losgehen.

Die ersten Spritzer auf die Leinwand fallen noch etwas zaghaft aus. Um becherweise Farbe durch die Gegend zu werfen, muss sich ein erwachsener Mensch erst einmal überwinden. „Es geht nicht darum, etwas Bestimmtes zu zeichnen. Man muss Sachen einfach passieren lassen“, erklärt Sandra Adams-Korz. Das falle Kindern oft leichter. „Ihnen geht es nicht um ein schönes Bild, ihnen geht es darum, etwas zu machen. Erwachsene denken meist zielorientiert“, so die Künstlerin. „Wenig denken, einfach machen“, ist daher ihr Tipp fürs Actionpainting. Genug zum Ausprobieren ist auf jeden Fall da: Emily kann mit Pinseln arbeiten, die Farbe mit Zahnbürsten herumspritzen, mit Pipetten langsam die Leinwand herunterlaufen lassen, eine Ladung Rosa mit voller Wucht an die Wand klatschen und mit dem Spachtel bearbeiten.

Alles fertig

Bei soviel kreativem Material und so wenigen Regeln kommt der Mut ganz von allein. Mit jedem Bild werden die Schwünge kräftiger und die Farbwürfe beherzter: Keine Frage, Emily ist jetzt in ihrem Element. Zum Ende der zwei Stunden im Atelier Konfetti hat sie drei eigene Leinwände gestaltet – alle mit ganz unterschiedlichen Techniken und Farben.

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