Eine blechende Bassdrum dröhnt aus den Boxen. „Wum – Wum – Wum – Wum“, treibt sie stur im Viervierteltakt voran. Es ist dunkel, eine Nebelmaschine sorgt dafür, dass sogar noch weniger zu sehen ist. Unterbrochen wird das Dickicht nur von bunten Farbblitzen aus den Scheinwerfern. Leute tanzen um einen herum – einige wie in Trance, andere in verzückter Ekstase. Im Mittelpunkt dieses Schauspiels stehen die Discjockeys, die auf einer Empore an den Plattentellern den Rhythmus mit synthetischen Beats vorgeben, nach dem sich die versammelte Hörerschaft bewegt. Willkommen bei der Technoklatsche.

Im März 2018 scherzten sie im klarnordisch-Interview noch: „Wir haben uns auseinandergelebt!“ Doch war es ein Scherz? Oder waren dieser Satz und der Titel des neuen Albums #zualtdafür schon Zeichen für das, was jetzt traurige Gewissheit ist? Die Epoche der Auricher Band „Knallfrosch Elektro“ findet in diesem Jahr ihr Ende. Es ist aus, vorbei, das letzte Lied ist gesungen. Fast!

21 Kilometer! Dass ich einmal so lange am Stück laufe, hätte ich nie gedacht. Aber so weit bin ich beim Oldenburger Halbmarathon vor gut einem Monat gelaufen. Wenn ich drüber nachdenke, kann ich es immer noch nicht so richtig glauben. Geschafft habe ich diese für mich rekordverdächtige Strecke auf meinen zwei Beinen nur dank des Programms „Lauf geht’s“, das von Dr. Wolfgang Feil und Wolfgang Grandjean entwickelt wurde. Bereits im vergangenen Jahr bot die NWZ ihren Lesern die Teilnahme und Begleitung durch das Programm an. Und schon da überlegte ich, ob das nicht vielleicht genau das Richtige für mich wäre. Ich zögerte und meldete mich dann im Februar 2018 an – als feststand, dass im Mai eine neue Runde startet und drei weitere Kolleginnen von mir mit dabei sind.