Nordisch unterwegs

48-Stunden-Rallye: Ohne Navi quer durchs Land

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Noch wissen sie nicht, wohin die Reise geht: Gesa Edzards und Björn Wohlers aus Ahlhorn sitzen in ihrem Auto auf dem Platz vor dem Schützenheim in Großenkneten. Sie warten auf den Startschuss für die 48-Stunden-Rallye.

48 Studen Rallye durch die Landschaft

Um kurz nach neun geht es am Freitagmorgen für die ersten Abenteuerlustigen los. Etwa 100 Teilnehmer in 45 Fahrzeugen hatten sich im vergangenen Jahr zur 48-Stunden-Rallye angemeldet. Organisiert hat sie das neunköpfige „Kneten goes Baltic Team“.

In diesem Jahr startet die KGB 48-Studen-Rallye am 11. Mai. Zurück im Landkreis Oldenburg werden die Teilnehmer am 13. Mai erwartet.

Unterwegs kreativ Aufgaben erfüllen

Am Startpunkt erhaltendie Teilnehmer ihren ersten Hinweis: Die Adresse, bei der sie ihr „Roadbook“ (Straßenbuch) abholen können. Es offenbart den „Agenten“ sowohl die Ziele als auch kleine Rätsel. Diese Lösungen führen sie zu Orten, an denen sie bestimmte Aufgaben erfüllen müssen.

So hatten die Konkurrenten 2017 beispielsweise folgende Aufgabe: „Ziehe dir Holzschuhe und ein typisches holländisches Oberteil an, stelle dich vor ein typisch holländisches Gebäude und halte ein Schild in die Kamera auf dem „Ik wil graag Nederlands” steht.“

Keine Autobahn und ohne Navigationsgeräte

Für die erfolgreiche Umsetzung gibt es Punkte. Bei der Rallye zählt nicht Schnelligkeit, sondern Kreativität, Mut und Spaß am Reisen. Einige Regeln gibt es aber doch: Die Route darf nicht über Autobahnen führen und Navigationsgeräte sind nicht erlaubt. „So sieht man viel mehr von der Landschaft“, sagen die 20-jährige Gesa Edzards und der 26-jährign Björn Wohlers.

Edzards und Wohlers sind gut gerüstet. Sie haben aus den Fehlern ihrer ersten Tour gelernt. Das Paar hat Landkarten, Matratzen, Getränke und sogar einen Grill eingepackt. „Letztes Mal mussten wir nach dem Start erstmal nach Wildeshausen fahren, um geeignete Landkarten zu kaufen“, sagt Wohlers und grinst. Für eine halbe Stunde lagen die Nerven mal blank, weil Gesa Edzards kurz die Orientierung auf der Karte verloren hatte. Aber schon an Tag zwei lief alles glatt.

Mit altem Feuerwehrauto unterwegs

Vier Fahrzeuge weiter parkt ein Oldtimer-Feuerwehrauto. Damit sind Hendrik Stolle und sein Team „Die Torfwühler“ unterwegs. Für das fünfköpfige Team aus Huntlosen und Halenhorst steht ebenfalls der Spaß im Vordergrund.

Nach und nach rollen die Fahrzeuge in Großenkneten über die Rampe. Dann beginnt die Reise mit noch ungewissem Ziel.

mit der Leidenschaft zum Schreiben geboren. Erste Geschichten in der Grundschule verfasst. Damit nicht reich geworden, also: Studium als Mastress in Deutsch und Europäische Ethnologie/Volkskunde abgeschlossen. Großes Interesse, den Leidenschaften der Menschen auf den Grund zu gehen (Porträt). Liebt es, sich in Themen reinzugraben (Reportage) und sich der Kultur zu widmen (Rezensionen).

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