Nordisch gesehen

Von Punk-Pionieren bis 90s Hip Hop

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Throwback Thursday sollte im Zeitalter von Instagram, Snapchat und Co. jedem ein Begriff sein. An diesem gemütlich Sonntag dachten wir uns, wäre es ein guter Zeitpunkt, um den musikalischen Throwback Sunday einzuführen. Für die Playlist der Woche hat die Autorin aus ihren zahlreichen Spotifyplaylisten die besten „Oldies“ herausgesucht.

I Heard it Through the Grapevine – The Slits

„The Slits“ gelten als weibliche Punk-Pioniere aus den 1970er Jahren. Sie haben sich in dem durch Männer dominierten Genre durchgesetzt. Der Song „I Heard it Through the Grapevine“ – ein Cover der Punkband – versetzt einen zurück in der Zeit. Wer es sich richtig gemütlich machen und komplett in die punkigen 70er abtauchen will, greift sich dazu das Buch „A Typical Girl“ von Viv Albertine. Sie spielte Gitarre bei „The Slits“ und hat einiges zu erzählen.

Auch hören: „I heard it Through the Grapevine“ von Marvin Gaye

Alive – Pearl Jam

Die zu Beginn der 90er in Seattle gegründete Rockband  „Pearl Jam“ gilt als eine der zentralen Gruppen der Grunge-Bewegung. „Alive“ tut was es verspricht und kann den größten Muffel aus seinem Motivationsloch holen. Nicht zu verachten ist auch die Live-Version von „Alive“ vom Pinkpop Festival in 1992.

Auch hören: Pearl Jam unplugged

Blitzkrieg Bop – Ramones

Die „Ramones“ sind ein Muss für jede gute Punkplaylist.  Der Song „Blitzkrieg Bop“ von 1976 beginnt mit einem einprägsamen Ruf „Hey! Ho! Let’s go!“, der heute immernoch auf Konzerten  das Publikum anheizt. Nicht nur damit haben die Ramones Musiker beeinflusst. Die Punkrocker gelten als die Band, die den Sound des Genres definiert hat.

Auch hören: Sheena is a Punk Rocker

Can I kick it? – A Tribe Called Quest

Ähnlich wie bei meinem Musikgeschmack vor zehn Jahren, sorgt auch in dieser Playlist die Hip-Hop-Band „A Tribe Called Quest“ für Abwechslung. Gegründet wurde die Band 1985 und sie veröffentlichten zwischen 1990 und 2016 insgesamt sechs Alben. „Can I kick it“ ist die dritte Single ihres Debütalbums.

Das Video der Single verspricht eine Reise in die 90er:

Auch hören: Scenario, Electric Relaxation

Midlife Crisis – Faith no more

Während sich viele von uns gerade in der Quaterlife Crisis befinden, scheint der nächste Song eine Vorschau auf die „Midlife Crisis“ zu bieten. Doch trotz des Titels soll der Track nicht von der Krise in der Lebensmitte handeln – da muss sich jedoch jeder selbst sein eigenes Bild machen. Gegründet wurde die Band „Faith no more“ bereits 1979. 1992 erschien „Midlife Crisis“ als erste Single von ihrem vierten Album. Nachdem die amerikanische Rockband 1998 eine lange Pause einlegte, kam sie 2009 für einige Shows zurück. Unter anderem traten sie beim Hurricane Festival auf. Da man munkelte, dass dies die wenigen letzten Auftritte der Band sein könnten, kamen sogar Fans aus Australien ins kleine Scheeßel, um „Faith no more“ live zu erleben. Dicht vor der Bühne freute sich ein Australier seines Lebens, dass er diese Band nochmal live erleben konnte. Doch die Gruppe ist bis heute – mal mehr und mal weniger – aktiv.

Auch hören: Easy, Hurricane 2009

Lola – The Kinks

Noch eine einflussreiche Band von der britischen Insel: Nein,  die Rede ist nicht von den Beatles, sondern von „The Kinks“. Sie  waren von 1964 bis 1996 aktiv, bevor sie 2018 ankündigten, ein neues Album aufzunehmen. „Walked like a woman but talked like a man“: Der Song „Lola“ handelt von einer Begegnung mit einer schöner Frau, die – wie sich später herausstellte – eigentlich ein Mann war. Nachdem „Lola“ in den 1970 für viel Diskussionen sorgte, wurde er zu einem der bekanntesten Songs der Band.

Auch hören: You really got me

Fight for your right – Beastie Boys

Nachdem ich mit den „Beastie Boys“ lange nichts anfangen konnte, haben sie sich in diesem Jahr endlich in meine Playlist geschlichen.  1981 startete die Band zunächst im Hardcore Punk, bevor sie sich dem Rap widmeten. In diese Playlist schaffte es natürlich der Klassiker „Fight for your Right“ von 1986.

Auch hören: Sabotage

In the Summertime – Mungo Jerry

Schwimmen im See, Eis essen auf dem Balkon und im Garten grillen: Während der beste Sommer seit Jahren so langsam zuende geht, wollen wir jetzt nochmal in Erinnerungen schwelgen. Das geht am besten mit dem größten Hit der britischen Rockband Mungo Jerry: „In the Summertime“. Es soll nur zehn Minuten gedauert haben, den feel-good Song zu schreiben. In 1995 coverte der Rapper „Shaggy“ den Track und nahm ihn in sein drittes Album auf.

Auch hören: Lady Rose

It’s Tricky – Run DMC

Gleich nach „A Tribe Called Quest“ entdeckte ich „Run DMC“ für mich. Beim Blick in die Geschichte der Band fällt einem direkt auf, dass sie für einige „Firsts“ im Hip-Hop-Genre verantwortlich waren: Die erste Goldene Schallplatt für das Genre, die ersten, deren Video auf MTV gezeigt wurde, die ersten auf dem Cover des Rolling Stone Magazins und sie waren für den einzigen Hip-Hop-Beitrag beim Live-Aid-Konzert in 1985 verantwortlich. „Run DMC“ waren von 1981 bis 2002 aktiv.

Auch hören: It’s like that

Renegade – Styx

Kleiner Abstecher zum Classic Rock: „Styx“ vereinen harte Gitarrentöne, Klavier und Akustikgitarre in ihren Songs. Die Band gehört zum Genre „Adult Oriented Rock“ – wie der Name es schon sagt, richtet sich diese Musik mit reiferen Texten primär an Erwachsene. In „Renegade“ geht es um einen „Outlaw“, der gegen eine Belohnung gefangen wurde und kurz vor seiner Hinrichtung steht. Unter anderem ist der Song auch in der Serie „Freaks and Geeks“ (die sehr zu empfehlen ist) zu hören.

„Hangman is coming down from the gallows and I don’t have very long“

Auch hören: Boat on the River

Here I Go Again – Whitesnake

Lange Haare, Lederjacken und Gitarren: Die Band „Whitesnake“ entspricht dem typischen Rocker-Klischee.  „Here I Go Again“ ist einer der zwei bedeutensten US-Hits der englischen Rockband – und perfekt für lange Autofahrten. Fun Fact: Laut der Trivia im IMDB-Artikel des Frontmanns, David Coverdale, wurde in der Originalversion des Songs das Wort „hobo“ in der Textzeile „like a hobo, I was born to walk alone“ umgeändert in „drifter“, weil die Zuhörer anstatt „hobo“  „homo“ verstehen könnten.

Auch hören: Still of the Night

Carry on Wayward Son – Kansas

Nach Classic Rock, Hip Hop und Punkrock fehlt noch ein Vertreter des Progressive Rocks: „Kansas“ zählen zahlreiche Goldene, Silberne und Platin-Schallplatten zu ihren Erfolgen. Auch der Song „Carry On Wayward Son“ hat zum Bekanntheitsgrad der Band beigetragen. 1997 war er der am meisten gespielte Song im US Classic Rock Radio.

Die Playlist der Woche bei Spotify

Anna-Lena Sachs

27-jährige Oldenburgerin, Seriennerd und geborener Lax mit einem Bachelor in American Studies und einem Master in Journalismus.

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