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Lauf geht’s

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21 Kilometer! Dass ich einmal so lange am Stück laufe, hätte ich nie gedacht. Aber so weit bin ich beim Oldenburger Halbmarathon vor gut einem Monat gelaufen. Wenn ich drüber nachdenke, kann ich es immer noch nicht so richtig glauben. Geschafft habe ich diese für mich rekordverdächtige Strecke auf meinen zwei Beinen nur dank des Programms „Lauf geht’s“, das von Dr. Wolfgang Feil und Wolfgang Grandjean entwickelt wurde. Bereits im vergangenen Jahr bot die NWZ ihren Lesern die Teilnahme und Begleitung durch das Programm an. Und schon da überlegte ich, ob das nicht vielleicht genau das Richtige für mich wäre. Ich zögerte und meldete mich dann im Februar 2018 an – als feststand, dass im Mai eine neue Runde startet und drei weitere Kolleginnen von mir mit dabei sind.

Unser erstes Zwischenziel im Programm war seit Anfang Mai der 18. August. Der Jever-Fun-Lauf in Schortens (Friesland) sollte den Lauf geht’slern zeigen, ob sie den Halbmarathon in Oldenburg packen. 340 Teilnehmer gingen deswegen gemeinsam an den Start. Und auf der Strecke wimmelte es nur so vor grünen Shirts – da war der Zusammenhalt wirklich greifbar. Wir hoffen, ihr hattet genauso viel Spaß wie wir und seid happy mit eurer Zeit. Denkt dran, wenn ihr nicht die „vorgegebene“ 1:30 Stunde gelaufen seid, nicht direkt zu verzagen. Sprecht mit euren Trainern, ob ihr in Oldenburg lieber 10 oder 21 Kilometern laufen solltet. Aber: Setzt euch nicht unter Druck, das Training sollte Spaß machen!

Urlaub ist ja bekanntlich die schönste Zeit im Jahr – einfach mal ausspannen und die Seele baumeln lassen. Aber wie motiviert man sich da noch fürs Laufen?Ich bin derzeit in Sri Lanka und genieße dort Sonne satt und tropische Temperaturen. Tolles Essen und der Badestrand direkt vor der Tür verlocken zum Faulenzen – doch das Training muss sein. Zugegeben, alle Einheiten mache ich im Urlaub nicht, aber zweimal die Woche versuche ich schon, die Schuhe zu schnüren.

Herrlich, dieser Sommer! Ich genieße das momentane Wetter gerade total. Ich finde es toll, dass ich jetzt auch auf Balkonien Urlaub machen kann, die Haut schön gebräunt ist, die Abende im Freien lang und lau sind und die Endorphine dank der Sonne nur so aus mir rauspurzeln. Und hatte Dr. Feil nicht in seinem ersten Vortrag gesagt, dass wir die Sonne genießen sollten?

Das Training macht mir bei diesem Wetter auch enorm viel Spaß. Vor allem deswegen, weil ich vor Arbeitsbeginn Laufen gehen kann und nicht in der Abendhitze die Laufschuhe schnüren muss. Aber auch ich frage mich angesichts der kommenden Tage mit Temperaturen um die 35 Grad, ob Läufe bei diesem Wetter wirklich gut sind. Deswegen habe ich kurz mal Headcoach Torsten Iverssen angefunkt, der mir gerne ein paar meiner Fragen beantwortet hat!

Mittlerweile hat sicherlich jeder eine Strecke für sich entdeckt, die er gerne und regelmäßig läuft. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier. Als ich zu Beginn von „Lauf geht’s“ daran dachte einfach loszulaufen, wurde mir ein bisschen schlecht. Nicht nur, dass ich mich nicht besonders gut in Oldenburg und Umgebung auskenne, ich habe auch keinen ausgeprägten Orientierungssinn. Also habe ich bei Kollegen, Bekannten und Freunden mal nachgefragt: Wo zur Hölle kann ich langlaufen, ohne dass ich mich verlaufe?! Das Ergebnis sehr ihr hier.

Nie um einen flotten Spruch verlegen und schon am Sonntagmorgen voller Energie? Teilnehmer der Latte Macchiato-Gruppe am Osternburger Utkiek wissen: Das kann nur Trainerin Ina Harms sein.

Macht ein Läufer mal schlapp, ruft die quirlige Hundsmühlerin demjenigen schon einmal ihren Motivationsschlachtruf  „Boom Schakalaka“ zu. Neben den „Lauf geht’s“-Teilnehmern trainiert die erfahrene Sportlerin noch Anfänger- sowie Fortgeschrittene-Laufgruppen beim Hundsmühler TV.

Die Läufe im Programm werden länger und so erlebe und erlaufe ich mir beim Training immer neue Ecken meiner eigenen Heimat. Ich selbst bin ein totaler Naturfreund, komme im Grünen am besten runter. Und so wähle ich auch meine Strecken aus. Ich finde es super entlang von Feldern zu laufen, die Sonne durch das Blätterdach blitzen zu sehen und auf meiner Strecke eigentlich nur Pferden und Kühen zu begegnen.