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Schnell, schneller, Tatiana & Mareike!

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Menschen, die spielend zehn Kilometer laufen oder bei Lauf-Wettbewerben an den Start gingen, waren mir früher suspekt. Jetzt bin ich selbst Mitglied dieses „Clubs“. Ich habe es echt getan – ich habe meine erste Lauf-Veranstaltung absolviert. Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, sind einige von uns Volos beim Projekt „Lauf geht’s“ der NWZ mit im Boot.

Im Oktober gehen wir beim Oldenburger Halbmarathon an den Start. Eigentlich wäre erst im August die sogenannte Meilenstein Kontrolle beim Jever Fun Lauf dran. Da laufen dann alle Teilnehmer die zehn Kilometer beim „Wettkampf“. Mit-Volo Tatiana und ich wollten aber nicht so lange warten. Wir gingen beim Remmers Hasetal Marathon in Löningen an den Start – erstmal nur über die zehn Kilometer 🙂

Lauffieber hat mich gepackt

Als Kind des Oldenburger Münsterlandes hatte ich schon häufig von dem Lauf in Löningen gehört. Tolle Strecke entlang der Hase, super Stimmung und perfekte Organisation. Und da mich dank des Trainings-Programms von Dr. Feil das Lauffieber gepackt hat, wollte ich es in diesem Jahr auch mal wagen. Bereits vergangene Woche standen für mich 70 Minuten Laufen auf dem Plan. Das war das erste Mal, dass ich in meinem Leben zehn Kilometer am Stück lief. So wusste ich also, dass ich es beim Remmers-Lauf auch schaffen kann.

Vor dem Startbereich: Tatiana und Mareike (rechts)

Nervös war ich ehrlicherweise trotzdem. Nach der Anmeldung bekam ich Post mit einigen Infos, Broschüren und einem Magazin. Ich fühlte mich gut informiert. Am vergangenen Samstag war es dann so weit. Der Startschuss sollte um 16.15 Uhr fallen, bereits um kurz vor 15 Uhr war ich vor Ort. Ich holte die Startnummer mit eingebauten Transponder für die Zeitmessung ab, zog mich um und schaute mich mit Tatiana zusammen ein wenig um. Am Start gab es Musik von einer Kapelle, auch Cheerleader feuerten die Starter an.

Kurz vor dem Start gab es noch einen Schokoriegel. Ansonsten hatte ich nicht besonders gegessen – ich hatte mir vorher eingeredet, dass es ja „nur“ ein Trainingslauf war. Damit die Nervosität nicht noch weiter stieg 😉 Morgens gab es Brötchen, mittags Reis mit Falafel und Gemüse. Genug trinken, riet mir noch ein Coach aus dem „Lauf geht’s“-Programm.

Es wird langsam ernst

Der sagte mir dann kurz vor dem Start noch, dass es auf den letzten drei Kilometern ordentlich Gegenwind geben würde. Na super, dachte ich mir. Naja es gab kein Zurück mehr. Nach kurzem Aufwärmen stellten wir uns zu dem Rest der knapp 700 Teilnehmern an die Startlinie.

Als der Startschuss fiel, ging es erstmal langsam voran. Die Strecke an der Hase war schmal und das Feld verteilte sich erst langsam. Nach etwa einem Kilometer hatte ich ein bisschen Platz, um auch mal zu überholen (und überholt zu werden).  Ich hatte mir vorgenommen, nicht auf die Uhr zu schauen. Mir war es wichtig, anzukommen. Die Zeit war nebensächlich, nur Letzte wollte ich nicht werden 🙂

Schneller als im Training

Irgendwann schaute ich doch auf die Uhr – und war schneller als im Training. Das spornte mich an. Ich lief natürlich mit Musik, hatte mir vorher die Todays Top Hits bei Spotify rausgesucht. Anders als im Training konnte ich den Kopf doch zwischendurch abschalten. Mich nur auf die Strecke konzentrieren und das Laufen genießen. Der Weg führte anfangs an der Hase entlang, dann durch ein Wohngebiet und anschließend durch Wald. Letzteres gefiel mir am besten.

Zwischendurch „traf“ man immer wieder Läufer und prinzipiell lief man immer in einem kleinen Grüppchen, das etwa gleich schnell war. Als die Hälfte geschafft war, war ich noch nicht kaputt. Und das empfand ich als sehr positiv. Ich freute mich aber schon auf das Acht-Kilometer-Schild 🙂 Zwischendrin gab es Verpflegungsstationen, die ich aber links liegen ließ. Aber dort waren immer wieder Schaulustige, die einen anfeuerten. Das war wirklich toll! Vor allem auf den letzten Kilometern, die – wie versprochen – ordentlich Wind brachten!

Das Ziel in Sicht!

Die letzten Meter führten durch die Innenstadt, die letzte Kurve war ausgeschildert und der Zieleinlauf war super! 🙂 Hier war noch mehr los. Das war eine super Erleichterung, durch das Tor zu laufen. Die Zeit stimmte mich noch froher. Als Belohnung gab es eine Fassbrause, eine Urkunde und natürlich die Medaille! Ein tolles Gefühl. Noch vier Monate bis zum Halbmarathon. Und wer in weniger als zwei Monaten bis an die zehn Kilometer kommt, der sieht auch den 21 Kilometern ein bisschen entspannter entgegen. Danke an die Organisatoren, es war wirklich ein tolles Lauf-Event! Und als Premiere werde ich diesen Lauf bestimmt nie vergessen! 🙂 Hier lest ihr noch einen Artikel von meiner Kollegin Tatiana!

 

Mareike Wübben

Einmal quer durch den Nordwesten - geboren wurde ich in der Friedensstadt Osnabrück, studiert habe ich am Meer in Wilhelmshaven - und zwar Medienwirtschaft und Journalismus - also "irgendwas mit Medien". Aufgewachsen bin ich jedoch im Oldenburger Münsterland - wo ich an den Ahlhorner Fischteichen, an der Talsperre oder im Wald am besten entspanne. Aber auch in Lissabon, an der Ostsee oder auf Mallorca genieße ich Land, Leute, Kultur und das Essen - ich koche aber auch gern :)

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