Nordisch gesehen

Parookaville – auf der Suche nach dem kollektiven Glücksgefühl

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Ich kenne hier niemanden und doch habe ich das Gefühl, alle fühlen das Gleiche. Dieses Gefühl hatte ich im vergangenen Jahr auf dem Parookaville. Dieses kollektive Glücksgefühl ist es, das ich noch ein zweites Mal erleben möchte. Vor der riesigen Mainstage beim Parookaville-Festival in Weeze. Im Schlepptau habe ich meine Mädels. Und euch nehme ich auch mit, auf die spannende Reise in eine andere Welt. (Ein Beitrag von Margarita Trepnau)

Impressionen vom Parookaville 2018: Mainstage (Alle Bilder: Margarita Trepnau)

Mir wird bewusst, wie viel Glück wir im letzten Jahr beim Einlass hatten. Damals sind wir so durchmarschiert. Jetzt war das anders. 90 Minuten standen wir in der prallen Sonne – bei 30 Grad. Immerhin gab es gratis Wasser. Und dann, endlich – gab es das Festivalbändchen.

Parookaville – Festivalstadt und mehr

Hinter dem Eingang sind die Strapazen schon fast vergessen, denn die Erinnerungen aus dem vergangenen Jahr kommen wieder und die Vorfreude steigt. Die Laune auch – denn überall sehe ich strahlende Gesichter, bunte Outfits und eine Menge zu Entdecken. Denn: Einfach nur Festival – das kann jeder. Nein, es muss schon ordentlich krachen! Eine ganze Festivalstadt muss her. So oder so ähnlich klangen wohl die Worte dreier Visionäre, die vor vier Jahren den Grundstein für das Parookaville Festival in Weeze legten. Jetzt feiern rund 80.000 Musikbegeisterte auf dem größten, deutschen Festival für Elektronische Musik die Stars der DJ-Szene. Frei nach dem Motto: den „Spaß am Leben zelebrieren“.

Doch bevor es ans Zelebrieren geht, müssen Drinks her. Und dafür brauchen wir Money, Money, Money. Bezahlt wird hier in Token. Ein Token sind 3 Euro und kann in der Mitte geteilt werden. Bei der Bank of Parookaville wechsele ich erstmal zuversichtlich 50 Euro. Zurücktauschen ohne Wertverlust ist jederzeit möglich.

Timmy Trumpet – DJ mit Trompete

Mit dem ersten Getränk in der Hand marschiere ich voller Euphorie Richtung Mainstage – mit 200 Metern Breite Europas größte Festivalbühne. Von weitem höre ich schon den DJ, der gerade bei den Besuchern für Stimmung sorgt. Der australische DJ Timmy Trumpet. Wie der Name schon verrät, ist die Trompete sein Markenzeichen. Seit 2010 gehört der Künstler zu den Top 10 DJ´s in Australien. Kurze Zeit später ist er dann auch international bekannt.

🔥 BEST 🔥 NIGHT 🔥 EVER 🔥

Ein Beitrag geteilt von Timmy Trumpet (@timmytrumpet) am

Der Bass dröhnt, die Masse tanzt, der Boden bebt. Das ist es, was mich an Festivals so reizt. Gemeinsam schauen alle Richtung Bühne, lauschen den Klängen des DJ´s und tanzen einfach drauf los. Genug Tanzflächen für eine solche Menschenmenge sind vorhanden. Insgesamt hat Parookaville zehn Bühnen zu bieten auf denen namhafte Künstler auftreten.
David Guetta, Steve Aoki, Martin Garrix und Robin Schulz sind die Headliner. Alles Artists, die es geschafft haben. Die es verstehen, die Menge anzuheizen.

 

Eine Stärkung zwischendurch

Impressionen vom Parookaville 2018: Food Court

Ich tanze und tanze und tanze – bis mir die Füße weh tun und der Magen knurrt. Also ab zum Foodcourt. Doch dann bin ich völlig überfordert. Mir fällt es schwer, mich zu entscheiden: Nehme ich Asia Nudeln oder Pasta? Döner oder Burger? Fritten oder Pizza?

Ich entscheide mich für eine Handbrotzeit – ein leckerers Brot überbacken mit Champignons und viel Käse. Zwei Token, also 6 Euro bezahle ich dafür. Schmeckt richtig lecker!

Gestärkt trotte ich weiter und staune über die vielen kleinen Details, die die einzelnen Ecken der Stadt zu bieten haben. Liebespaare können sich in der Parooka Church das Ja-Wort geben. Mit einer echten Standesbeamtin und einem der derzeit gefragtesten deutschen DJ´s – Frans Zimmer alias Alle Farben – als Trauzeuge. Verrückt!

Oder man macht das Festival zu einem unvergesslichen Abenteuer, im „Jail“, mit einem frisch gestochenem Tattoo. Auch das ist nichts für mich, muss ich feststellen.

Erstmal zu Penny?

In der Beautyfarm kann man sich einen Friseurtermin gönnen und im Restaurant mit Panoramablick auf die Hauptbühne wird man vom TV-Koch Björn Freitag mit einem 6-Gänge-Menü bekocht. Wem das zu fein ist, der kann sich aber auch für wenig Geld in den beiden Penny-Filialen auf dem Festivalgelände und dem Campingplatz eindecken.

Bei den heißen Temperaturen bevorzugen jedoch viele den Sprung ins Kalte – Nämlich in den 700 Quadratmeter großen Pool. So kenne ich Festivals schon eher.

Das Parookaville 2018 in Bildern

Entspannung im Parookaville-Stadtwald

Nach dem vielen Hin und Her von Bühne zu Bühne, brauche ich eine kleine Pause. Und wo ich die machen möchte, weiß ich ganz genau – im Stadtwald. Richtig gelesen. Es gibt auch einen kleinen Wald, der hübsch beleuchtet ist und bei Chillout-Klängen zum Relaxen und Entspannen einlädt. Genau das Richtige nach einem solch‘ erlebnisreichen Tag. Und für mich genau das Richtige, um bis in die Nacht die Athmosphäre des Festivals zu genießen.

Dann geht es für mich schon wieder Richtung Heimat. Zu Guter letzt will ich euch die finanziellen Eckdaten aber natürlich nicht vorenthalten: Das Wochenendticket mit Zelt auf dem Campingplatz kostet 265 Euro. Ein Wochenendticket ohne Camping gibt es für 199 Euro. Ich hatte leider nicht so viel Zeit und hab mich für ein Tagesticket entschieden, das ich für 99 Euro gekauft habe.

Mein Fazit: Auch das zweite Mal auf dem Parookaville-Festival werde ich so schnell nicht vergessen. Nicht alles war perfekt, aber die vielen Details, die tolle Stimmung und ein gelungenes Ambiente machen das Festival lohnenswert, denn ich hatte meine Glücksmomente! Ich komme gerne wieder! Im nächsten Jahr dann vielleicht sogar mit einem Zelt auf dem Campingplatz.

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