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Modebloggerin aus Emstek: „Es geht nur um schöne Bilder“

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Die 21-jährige Daniela Ostmann hat ein Händchen für schöne Modebilder und 41000 Follower auf Instagram. Von dem sozialen Netzwerk war sie aber nicht immer begeistert.

„Bis vor drei Jahren habe ich von Instagram auch noch nichts gehalten“, gesteht Daniela Ostmann (21) aus Emstek. Heute folgen der Modebloggerin, die ihre Leidenschaft als Hobby betreibt, mehr als 41 000 Menschen in dem sozialen Netzwerk.

Als Ostmann dann doch im Sommer 2014 mit dem Posten von Bildern beginnt, merkt sie schnell, dass ihre Fangemeinde wächst. „Ich würde sagen, es kamen schon jeden Monat mehrere Tausend Follower hinzu“, sagt Ostmann und wirkt, als ob sie den Erfolg selbst nicht glauben kann. Hauptsächlich fotografiert die Zahnmedizinische Fachangestellte Mode und Schmuck. Ein einheitlicher Stil zieht sich durch ihre Bilder – das kommt gut bei der Netzgemeinde an. „Ich hatte zum Glück noch keine Negativkommentare.“

Wegen ihrer vielen Follower ist Ostmann für Firmen als Werbefläche interessant geworden. In diesem Jahr kamen die ersten Kooperationen hinzu, mit denen sie Geld verdient. Wie viele Influencer betont auch Ostmann, dass sie nicht alle Angebote annehme. „Ich beschäftige mich ja hauptsächlich mit Mode. Da würden Fitnessposts zum Beispiel nicht passen.“ Eine Kooperation hat Ostmann sogar schon abgebrochen. Wenn Firmen vorschreiben würden, was sie genau zu den Fotos schreiben sollte, ginge das zu weit. „Die Produkte müssen ja auch zu mir passen.“ Ein absolutes No-Go wären für Ostmann Fotos in Unterwäsche. „Das geht gar nicht.“

Neben ihrem Job in einer Zahnarztpraxis bleibt Ostmann nicht viel Zeit für Instagram. Nur in den Mittagspausen checkt die junge Frau kurz ihren Account. „Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, unternehme ich auch gern etwas mit meinen Freunden.“ Ihre Clique stehe voll und ganz hinter ihrem Hobby. Die Bilder schießt Ostmann meist am Wochenende und versucht dann, sie mindestens zwei bis dreimal die Woche auf Instagram zu posten. Die Ideen für die Gestaltung ihrer Bilder kämen ihr meist spontan. „Wenn ich Bilder poste, habe ich eine ganz klare Vorstellung davon, wie diese aussehen sollen.“ Für ihre Bilder kaufe sie auch mal extra Rosen.

Als Ostmann mit dem Posten von Bildern anfing, dienten auch andere Accounts von Mode- oder Beautybloggern als Inspirationsquelle. „Ich habe gesehen, dass alle erfolgreichen Profile einen einheitlichen Stil bei ihren Bildern haben oder immer den gleichen Filter benutzen.“ Auch Ostmann beweist bei ihren meist roséfarbenen oder schwarz-weißen Bildern ein glückliches Händchen. Ein paar Tipps für Anfänger hat sie auch parat. „Auf gar keinen Fall sollte man sich von anderen reinreden lassen, sondern sein Ding durchziehen. Mich haben auch einige gefragt: ,Warum machst du das überhaupt?’“

Obwohl die meisten Instagramer sich in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder München tummeln, schaffte es auch Ostmann aus der 11 000-Seelen-Gemeinde Emstek, eine große Fangemeinde um sich zu scharen. „Ich hätte nie erwartet, dass sich so viele Menschen für meine Bilder interessieren“, gibt sie sich bescheiden. Trotzdem merkt auch Ostmann, dass ihr Hobby nicht allen passt. Auf dem Land falle man damit mehr auf als in der Stadt. Oft werde sie für eingebildet gehalten. „Es geht nur um schöne Bilder – weiter nichts. Mir geht es nicht darum, anderen zu zeigen, was ich habe oder damit zu prahlen.“

Trotz ihres Erfolges in dem sozialen Netzwerk legt die Influencerin auch bewusst Pausen ein und packt das Handy weg. Neben dem Internet beschäftigt sich Ostmann mit ihren Tieren – ein Hund und zwei Katzen – und treibt gern Sport. „Man wird schon ein wenig abhängig. Aber zur Zeit liegt Instagram einfach total im Trend.“

Tatiana Gropius

In Frankfurt am Main geboren und Magdeburg aufgewachsen. Halbperuanerin, die immer mal wieder für ihre ausgezeichneten Deutschkenntnisse gelobt wird. Hat Sozialwissenschaften studiert und verbringt ihre Freizeit gern mit lesen und Sport treiben.

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