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Meghan, Miley und die 60’s – Die Playlist der Woche (KW26)

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Musik ist wichtig für die Autorinnen und Autoren von klarnordisch.de. Dabei hat natürlich jeder so seine ganz eigenen Vorlieben, von 60’s bis Charts . Da jedem von uns ständig irgendein Lied im Kopf rumschwirrt, machen wir aus den Ohrwürmern einfach Artikel – und präsentieren euch unsere Playlists der Woche!

In dieser Woche hat Tonia Hysky (Jahrgang ’91) mal tieeef in ihre Lieblinssong-Schatzkiste gegriffen. Darin stecken  ziemlich viele Lieder aus allen Genres und Jahrzehnten bunt gemischt. Ob 60’s, Pop, schnell, langsam oder richtig düster: Hier sind ihre 16 Lieder für die Kalenderwoche 25. Die Spotify-Playlist findet ihr am Ende des Artikels.

Me Too – Meghan Trainor

Meghan Trainor (Foto: Drew de F Fawkes; CC BY 2.0)
Meghan Trainor (Foto: Drew de F Fawkes; CC BY 2.0)

Endlich mal eine, die was sagt – dachte ich mir, als Meghan Trainor 2014 ihre Single „All About That Bass“ rausbrachte. Du bist schön so, wie du bist. Und alles ist genau an der richtigen Stelle – yeah! Mit dem Song stürmte die amerikanische Sängerin und Songwriterin wie aus dem Nichts die Charts.

Mit „ Me Too“ setzt Trainor den Trend fort und bringt wieder ein bisschen Body positivity auf die Ohren. „Wer ist bloß dieses sexy thang da drüben? Uh, das bin ja ich im Spiegel!“ Das Credo: Selbst wenn ich du wäre, würde ich lieber ich sein. Denn baamm! Ich bin so wie ich bin und das is gut so.

If I was you, I’d wanna be me too.

Das erste Musikvideo von „Me Too“ wurde übrigens gelöscht, da Meghan Trainors Körper ohne ihr Wissen digital bearbeitet wurde. Und das geht natürlich gar nicht.

Auch hören: Dear future husband; Boys like you (Who is fancy ft. Meghan Trainor; Ariana Grande)

Nervous – Shawn Mendes

Shawn Mendes (Foto: Raph_PH; CC BY 2.0)
Shawn Mendes (Foto: Raph_PH; CC BY 2.0)

Nach den ersten paar Takten hielt sich meine Begeisterung noch in Grenzen. Aber dem Song muss man eine Chance gegeben – bloß nicht einfach weiter skippen.

Mit gewohnter „Shawn-Manier“ hat sich der junge Kanadier wieder in mein Herz gespielt.  Eigentlich ist Shawn Mendes ziemlich „Nervous“ doch seine Angebetete wickelt ihn schnell um den Finger. *Schmelz*  Der Song baut sich langsam auf, hat aber richtig Schwung und bringt mich immer zum Lachen.

Mit gerade mal 19 Jahren ist Shawn Mendes ein echter Weltstar. Auf sich aufmerksam machte er übrigens über das Internet. 2012 veröffentlichte er bei Vine eine Coverversion von Adeles Hometown Glory und hatte mit 15 Jahren einen Vertrag mit einem Plattenlabel in der Tasche.  Co-Writerin bei „Nervous“ war übrigens Julia Michaels, die schon mit „Bad Liar“ von Selena Gomez mit der eingängigen Melodie einen Top Hit schuf. Trotz unendlich vieler Fangirls ist der junge Kanadier noch Single – er sei einfach zu schüchtern, ein Mädchen anzusprechen… Kanada, ich komme!

Auch hören: There’s nothing holdin‘ me back; Treat you better

Issues – Julia Michaels

Julia Michaels (Foto: Justin Higuchi; CC BY 2.0)
Julia Michaels (Foto: Justin Higuchi; CC BY 2.0)

Aus der Feder der amerikanischen Sängerin und Songwriterin stammt schon so mancher Top Hit von namenhaften Stars, von Fifth Harmony , Ed Sheeran bis Britney Spears.

Mit ihren eigenen Songs braucht sich die junge Sängerin aber nicht verstecken, im Gegenteil:  Jedes Mal, wenn ich „Issues“ höre, kann ich abschalten, richtig zur Ruhe kommen. Dafür sorgt nicht nur Julia Michaels Stimme, sondern auch das eingängige, aber passende Tempo des Songs. Jeder hat so seine „Issues“, Probleme, die er oder sie mit sich rum trägt. Und es tut auch mal gut, darüber zu reden. Am besten, man hat eine Liebe, mit der sich diese Probleme lösen lassen.

Bask in the glory, of all our problems.

‚Cause we got the kind of love It takes to solve ‚em. 

Auch hören: Heaven; Hurt somebody (Noah Kahan ft. Julia Michaels)

 

Achterbahn – Clueso

Clueso (Foto: Jörg Padberg; CC BY-SA 3.0)
Clueso (Foto: Jörg Padberg; CC BY-SA 3.0)

Das Leben läuft nicht immer nach Plan. Und schon gar nicht nach dem Plan, den andere Leute von einem selbst erwarten – Zeit, mal einen Gruß aus der „Achterbahn“ zu senden! Der Song von Clueso lädt nicht nur zum Mitschwofen ein, der Text ist auch noch phänomenal gut! Und Clueso bringt die Stimmung von „Achterbahn“ mit seiner sanften „chill doch mal“-Stimme extrem gut rüber.

Ich sag „Hallo“ mit nem Gruß aus der Achterbahn, und ich fühl mich gut, denn es fühlt sich so gut an! Denn ich fahr immer noch ohne Plan nach all den Jahren.

Der Song macht einfach gute Laune und lässt mal für ein paar Minuten die Sorgen vergessen. Am liebsten höre ich „Achterbahn“ im Auto auf der Fahrt mit dem Fenster offen und einer leichten Brise um die Nase. Yeeeii!

Auch hören: Gewinner; Keinen Zentimeter

I Dare You – The XX

The XX (Foto: Jareed ; CC BY 2.0)
The XX (Foto: Jareed ; CC BY 2.0)

Ähnlich wie bei Julia Michaels: super zum Entspannen und auch Einschlafen. Aber nicht, weil es total langweilig ist! The XX sind einfach bekannt für ihre monotonen Beats und klare Gitarrenklänge. Dem Songtext kann ich nicht ganz folgen, aber die Melodie macht’s. Oder wie der Sänger gleich im ersten Satz singt: „I’m in love with it…“

Im Video zum Song sind einige bekannte Gesichter zusehen: Etwa Paris Jackson, die Tochter von Michael Jackson. Oder Millie Bobby Brown, bekannt aus der Serie „Stranger Things“.

Die Bandmitglieder von The XX sind alle um 1990  in London geboren und alle gemeinsam zur Schule gegangen. Die Gemeinsamkeit spürt man, die Songs sind alle sehr harmonisch. Interessanterweise haben The XX Vorlieben für Jimi Hendrix oder Eurythmics.

Auch hören: Intro; Crystalised

When I Look At You – Miley Cirus

Miley Cirus
Miley Cirus

Jaaaa, die alte Skandalnudel… aber nee! Die kann auch anders.  Schluchz, schnief, Taschentuch her! Besonders, wenn man den Film zu diesem Song gesehen hat. Spoiler alert: Sau traurig. „Look At You“ ist der Titelsong  von „Mit dir an meiner Seite“ mit Liam Hemsworth und ist einer der wenigen Songs von Miley Cirus, die ich wirklich rauf und runter hören kann. Weil er einfach wunderschön romantisch ist!

Ihre Stimme kommt in dieser Ballade wirklich gut zur Geltung und der  Text ist, hachja, einfach romantisch!  Begonnen hatte Miley Cirus‘ Karriere Anfang der 2000er mit der Disney-Serie Hannah Montana. Mit „Can’t be tamed“ startete sie 2010 erfolgreich den Ausbruch aus dem Teeny-Dasein.

Auch höre: Joleen; Can’t be tamed

Heartshaped Glasses – Marylin Manson

Marilyn Manson (Foto: Rama; CC BY-SA 2.0 fr)
Marilyn Manson (Foto: Rama; CC BY-SA 2.0 fr)

Warum mir der Song gefällt?  Hmm, vermutlich nicht, weil ich ein eingefleischter Fan von Marylin Manson bin. Aber diese rauchige Stimme klingt in diesem Song einfach der Hammer. Vermutlich hat mich auch die Melodie gecatched – und btw, es das einzige Lied von diesem Künstler, was ich gerne höre. Düster, gespenstisch, ein Lied über Liebe und Schmerz. Man muss es schon in gewisser Weise mögen, dieses  Manson-eske, dustere Gehabe. Im Video zum Song fährt ein Pärchen auf halsbrecherischer Fahrt in den Tod. Die Frau trägt „heartshaped glasses“.

Auch hören: Sweet Dreams; Personal Jesus

No Games – Serani

Serani (Foto: Korall; CC BY 3.0)
Serani (Foto: Korall; CC BY 3.0)

Okay, okay, das ist nicht unbedingt ein Diamant aus meiner Song-Schatzkiste. Und natürlich wieder ein Song über Herzschmerz.  Aber in der Musikwelt kommt man ja selten dran vorbei. Und bei diesem Lied drücke ich doch gerne auf Wiederholen. Auch wenn ich so gar nicht mitsingen kann (singen an sich kann ich eigentlich auch nicht…), bei „No Games“ MUSS ich einfach mitsingen, ähh summen.

Serani ist ein jamaikanischer Dancehall-Künstler. Bekannt ist er auch für seine Mitarbeit bei Sean Pauls Album „The Trinity“. Bei den ersten zwei Singles auf dem Album war Serani Co-Produzent, darunter die Single „We Be Burnin“.

Auch hören: In My Arms; Romance

Finders Keepers – Miriam Bryant

Miriam Bryant (Foto: Lidköpings Kommun; CC-BY-3.0)
Miriam Bryant (Foto: Lidköpings Kommun; CC-BY-3.0)

Hach, diese Stimme! Miriam Bryant ist Soul-Pop-Sängerin, Tochter eines Engländers und einer Finnin und geboren in Schweden.  „Finders Keepers“ ist der erste Song, den Miriam Bryant geschrieben hat und auch ihr allererstes Release. Mit „Finders Keepers“ landete sie ihren ersten Hit und bekam sogleich einen Plattenvertrag.

Der Song macht wirklich Instant-Gänsehaut. Eine wahnsinnig kraftvolle, dramatische und in gewisserweise launische Ballade. Der Song handelt von der Trennung eines Paares, bei der Bryant ziemlich klare Kante zieht.

Name me then shame me. Take my pride. You’ll never win me over, I’m on my own side.

Auch hören: Black Car, Push Play; Dragon

Beautiful Tango – Hindi Zahra

Hindi Zahra (Foto:Simon Bonaventure; CC BY-SA 2.0)
Hindi Zahra (Foto:Simon Bonaventure; CC BY-SA 2.0)

Eine lauschige Sommernacht auf dem Balkon, Kerzen und ein Glas Wein, perfekt! Keine Sorge, Tango tanzen ist optional, mitsingen (soweit wie textsicher) geht natürlich klar. „Beautiful Tango“ habe ich zum ersten Mal bei The Voice of Germany gehört, das Original kommt meiner Meinung nach besser unplugged.  Hindi Zahra (eigenlich Zahra Hindi) ist eine französisch-marokkanische Sängerin und Songwriterin. Sie singt vor allem auf Englisch, aber manchmal auch auf Tamazight, einer Berbersprache. Die Stimme erinnert mich oft stark an die 20er Jahre, besonders in „Silence“.

Beautiful stranger, take me by the hand. Make me dance all night, I wanna take the chance, I love the way you move

Auch hören: Stand up; Silence

Lost Boy – Ruth B.

So einfach und doch soo gut! Und zwar so gut, dass ich den Text komplett auswendig kann – und das bei meinem Eichhörnchen-Gehirn. Mit diesem Song ist Ruth B. erst so richtig erfolgreich geworden. Zu Recht. „Lost Boy“ hat sie 2015 in einem Sechs-Sekunden-Vine der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Melodie auf dem Klavier ist recht eingängig und simple. Zusammen mit dem Text ist es eine echt gelungene Komposition, die zum Träumen einlädt. Der verlorene Junge ist in dem Fall kein geringerer als Peter Pan, der sich auf Niemansland mit Captain Hook rumschlägt.

Zu den musikalischen Vorbildern der kanadischen Sängerin gehören beispielsweise Adele, Ed Sheeran, Taylor Swiift oder The Beatles.

Auch hören: Superficial Love; Dandelions

Blood In The Cut – K.Flay

K.Flay (Foto: Abby Gillardi; CC BY 2.0)
K.Flay (Foto: Abby Gillardi; CC BY 2.0)

Bäm! Ziemlich drastisch und richtig duster ist dagegen der Song von K.Flay. Es geht natürlich um die Liebe, aber diesmal die unerwiderte, wütende Liebe. Der Typ, den sie liebt, hat ’ne andere. Sie versucht, neu zu starten und kommt doch nicht von ihm los.  Den Freunden spielt sie vor, okay zu sein. Damit diese nicht „ihr Herz im Schredder sehen“. Der Song ist ziemlich grafisch an manchen Stellen, aber macht einfach richtig Bock zu hören – besonders, wenn man grade nicht all zu viel von der Liebe hält.

Lately, I’ve been killing all my time. Reading through your messages my favorite way to die. Take my head and kick it in, break some bread for all my sins.

K.Flay wuchs in Chicago auf. Der frühe Tod ihres Vaters habe ihre Musik geprägt, sagt die Sängerin. 2014 veröffentlichte sie ihr Debütalbum „Life As a Dog“, in welcher sie Elemente des Raps, der elektronischen Musik, des Indie-Genres und der Popmusik neu kombinierte.

Auch hören: Can’t sleep; So Fast, So Maybe

Erkläre mir die Liebe – Philipp Poisel

Philipp Poisel bei der 1LIVE Krone (Foto: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0)
Philipp Poisel bei der 1LIVE Krone (Foto: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0)

Es gibt tatsächlich manche Lieder von Philipp Poisel, die mich nicht vom Hocker hauen. Und dann gibt es dieses: „Erkläre mir die Liebe“ hat mich von Sekunde eins an gefangen. Das Lied ist schlicht und einfach zauberhaft. Es klingt  wie eine persönliche Liebeserklärung. Wie man die Liebe nun erklärt, kann auch Philipp mir nicht sagen… Aber ich höre gerne weiter zu.

Übrigens hat Philipp Poisel als Kind im Chor gesungen. Da er aber ständig schlechte Kritik bekam, gab er das Chorsingen auf. Also, nimm das, Kritik!

Auch hören: Wie soll ein Mensch das ertragen; Wo fängt dein Himmel an

The Letter – The Box Tops

Give me a ticket for an aeroplane, ain’t got time to take a fast train! Yeah! Den Song habe ich zum ersten Mal im Film „Sonnenallee“ gehört. Und damit werde ich den Song auch für immer und ewig verbinden. Rockige zwei Minuten über die gaaanz große Liebe! Ich habe jedesmal das Gefühl, der Song ist viel zu schnell vorbei..

Well, she wrote me a letter , said she couldn’t live without me no more. Listen mister, can’t you see I got to get back to my baby once-a more!

Die Gruppe „The Box Tops“ stammt aus Memphis im US-Bundesstaat Tennessee und war in der zweiten Hälfte der 60er Jahre erfolgreich. Besonders groß war natürlich ihr Hit „The Letter“, der es ’67 sogar auf Platz Eins der amerikanischen Charts schaffte. Er war außerdem zweimal für einen Grammy nominiert.

Auch hören: Cry Like A Baby; Soul Deep

I Want You Back – The Jackson Five

The Jackson 5 1972 (Foto: CBS Television)
The Jackson 5 1972 (Foto: CBS Television)

Ganz einfach: Der Song macht gute Laune! Wenn der junge Michael Jackson so frech darum bittet, ihm doch noch eine Chance zu geben – wer kann da schon nein sagen. Geheirezept gegen Liebeskummer und sonstige Sorgen: Song ganz laut aufdrehen, im  Pyjama durch die Wohnung swoofen und mitsingen!

Zunächst bestand die Band, die 1964 als „The Jackson Brothers“ gegründet wurde, aus Jackie, Tito und Jermaine Jackson. Später kamen noch Marlon und Michael dazu und damit waren die „Jackson Five“ geboren. Michael war der Leadsänger.  Mitte de 80er verließ er die Band. Der Song „I Want You Back“ wurde später sogar von Jay Z oder will.i.am neu interpretiert.

Auch hören: ABC; The Love You Save Me

Please Mr Postman – The Marvelettes

Sie waren eine der erfolgreichsten Girlgroups der 1960er Jahre: „Please Mr. Postman“ landete 1961 auf Platz eins der US-Hitparade. Ich habe schon immer ein Faible für die Musik der 60er Jahre und bei Mr. Postman wär ich doch auch gerne eine von diesen feschen Marvelettes.

Den Titel nahmen später auch die Beatles und The Carpenters auf. Vor allem letztere können sich durchaus mit dem Origina messen.

Auch hören: My Baby Must Be A  Magician; Beechwood 4-5789

Tonia Marie Hysky

Hey, ich bin Tonia, 27 und ursprünglich aus der Nähe von Frankfurt am Main; waschechte Hessin eben. Im dritten Volojahr bei der Nwz. Nach dem Abitur habe ich Japanologie und Südostasienwissenschaften im Bachelor studiert. Lieblingsland? Definitiv Japan! Lieblingsessen? Sushi, Matcha, Motchi und Kirschblütenkram! Expertin für Kultur und Tradition im Land der aufgehenden Sonne. Beende den Tag des öfteren im Fitnessstudio, manchmal sind BCAA's auch mein Schlaftrunk - Bodybuilding und/oder Kraftsport.

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