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Klarschaurig: Filme und Serien zum Gruseln

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Mit dem Oktoberanfang hat auch die Gruselsaison begonnen. Die Streaming-Plattformen veröffentlichen die neuesten Horrorserien und auch die Kinos setzen auf düstere Filme. Um sich perfekt auf den amerikanischen Grusel-Feiertag am 31. Oktober einzustimmen, hat die Klarnordisch-Redaktion jetzt die besten Film- und Serientipps zusammengefasst. Kinofans, Binge-Watcher und Klassikliebhaber sollten hier auf ihre Kosten kommen.

Horrorfilme und Thriller zu Halloween:

Das Waisenhaus

Bereit die Decke vor das Gesicht zu ziehen? „Das Waisenhaus“ ist ein raffinierter und spannender Horrorfilm aus Spanien. Der Streifen handelt von Laura, die Jahre später zu dem Waisenhaus zurückkehrt, in dem sie aufgewachsen ist. Sie möchte daraus ein Heim für Kinder mit Behinderung machen. Bei ihrem Abenteuer begleiten sie ihr Mann und ihr sieben Jahre alter Sohn. Als ihr Sohn Laura erzählt, dass er einen neuen Freund hat, den sie nicht sehen kann, beginnt eine Reihe von unerklärbaren Ereignissen.

Insidious

„Insidious“ liefert die typische Basis für einen Horrorstreifen: Eine Familie zieht in ein neues Haus und schon bald passieren ungewöhnliche Dinge. Das Ehepaar hört Schritte und unerklärliche Geräusche. Durch einen Unfall fällt ihr Sohn in ein Koma – langsam glauben seine Eltern, dass das Haus verflucht ist. Obwohl sie sich eine andere Unterkunft suchen, klingt das Spuken nicht ab. Wer Lust auf das Haunted-House-Klischee hat, sollte hier zuschlagen. Mittlerweile gibt es vier Teile der Insidious-Reihe.

Halloween-Filmreihe

Wie kann man Filmtipps zu Halloween geben, ohne die Halloween-Filmreihe zu erwähnen? Alles fing 1978 mit dem Streifen „Halloween – Die Nacht des Grauens“ an. Verschiedene Fortsetzungen und Neuverfilmungen setzen die Reihe bis heute fort. Der neueste Halloween-Film kommt Ende Oktober in die Kinos und knüpft an den Klassiker von 1978 an. Jamie Lee Curtis schlüpft wieder in die Rolle von Laurie Strode, die einzige Überlebende der Halloween-Nacht in den 70ern. Jetzt steht sie wieder Michael Myers gegenüber und muss sich dem Massenmörder stellen.

Es

Im vergangenen Jahr wurde der Stephen Kings Klassiker „Es“ neu verfilmt. Der Horrorfilm, der auf dem gleichnamigen Roman basiert, brachte in den Kinosälen schon einige Filmfans zum Zucken. Der kleine Junge Georgie begegnet beim Spielen dem Clown Pennywise. Zunächst wirkt er nett, doch dann greift er Georgie an und zieht ihn zu sich in die Kanalisation. Bald macht sich sein Bruder mit ein paar Freunden auf die Suche nach ihm. Neben Georgie verschwinden noch mehr Kinder aus der Kleinstadt. Es beginnt eine spannende Jagd nach dem gruseligen Clown.

Im Zuge dessen ist selbstverständlich auch die zweiteilige Erstverfilmung „Stephen Kings Es“ aus 1990 zu empfehlen.

The Conjuring

Die schaurigsten Horrorfilme sind bekanntlich die, die auf einer wahren Begebenheit basieren. Das trifft auch auf den Horrorstreifen „The Conjuring“ von 2013 zu. Der Film beruft sich auf die Berichte einer Familie aus den USA, die in ein altes Bauernhaus gezogen ist. Nach und nach passieren unerklärliche Dinge – die Familie entscheidet sich bald die paranormalen Ermittler Lorraine und Ed Warren einzuschalten.

Die Warrens haben nicht nur für den Film „Conjuring“ die Inspiration gegeben. Auch die Amityville-Horror-Serie, Annabelle und The Nun sollen mit den Dämonologen in Verbindung gebracht werden können.

The Ring

Spannend und zugleich sehr verstörend: „The Ring“ ist die Mutter aller Horrorfilme. Der Film handelt von einem Video, auf dem ein Fluch liegt. Wer das Video gesehen hat, stirbt sieben Tage später. Die Journalistin Rachel geht dem Ursprung des Videos auf den Grund. Das Ganze entwickelt sich in einen Wettlauf gegen die Zeit, denn auch Rachel und ihr Sohn haben sich das Video angesehen.

The Purge

In dem dystopischen Film „The Purge“ wird die Grundidee einer „Säuberung“ thematisiert: Einmal im Jahr sind 12 Stunden lang alle Verbrechen in den USA legal. Das heißt, die Amerikaner können töten, klauen und was ihnen sonst einfällt. Einige freuen sich auf den Tag und gehen auf die Straßen, andere verbarrikadieren sich in ihren Häusern und hoffen, die Nacht zu überstehen. Auch interessant: In dem neuesten „The Purge“-Film von 2018 wird die Entstehung der Säuberung erklärt. Und wer von der Filmreihe noch nicht genug hat: Amazon-Prime hat die Geschichte aufgegriffen und „The Purge“ als Serie auf den Markt gebracht.

Veronica

Der spanische Film „Veronica“ gilt als der schlimmste Horrorfilm aller Zeiten. Er basiert lose auf der Geschichte eines spanischen Mädchens. Sie habe durch ein Ouija Board versucht einen Toten zu kontaktieren, später habe sie an Halluzinationen und Krampfanfällen gelitten – sechs Monate danach starb sie. Laut Zeitungsberichten soll ihr Haus danach heimgesucht worden sein.

Addams Family

Wer zwischen den ganzen Horrorfilmen etwas zum Runterkommen braucht, sollte sich den Filmklassiker „Addams Family“ von 1991 angucken. Dort geht es auch schaurig zu, doch viele Comedy-Elemente machen den Streifen zum entspannten Vergnügen.

In dem Bereich sind auch die Ghostbusters, Scary Movie und Casper zu empfehlen.

Serien für die richtige Halloween-Stimmung:

Stranger Things

Wer die Netflix-Produktion „Stranger Things“ noch nicht gesehen hat, sollte sofort alles stehen und liegen lassen und sich vor den Fernseher setzen. Die Serie spielt in den 1980ern in der Kleinstadt Hawkins, in der normalerweise nichts passiert. Bis eines Tages ein Junge spurlos verschwindet. Seine drei besten Freunde machen sich auf eigene Faust auf die Suche nach ihrem Kumpel.  Zeitgleich taucht ein Mädchen mit paranormalen Fähigkeiten auf; sie behauptet zudem, zu wissen, wo sich ihr Freund befindet.

Mittlerweile gibt es zwei Staffeln von der Science-Fiction-Horror-Serie, die den Zuschauer in die 80er Jahre versetzt. Eine dritte Staffel wird derzeit gedreht und voraussichtlich 2019 veröffentlicht.

American Horror Story

„Murder House“, „Freakshow“ und „Asylum“: Jede Staffel von „American Horror Story“ ist eine Miniserie mit einem anderen Thema und anderen Charakteren. Einige wenige Schauspieler sind in allen acht Staffeln zu sehen. Mit Hexen, Freaks, einem Gruselhaus und der Kolonie Roanoke werden viele Horrorklassiker aufgegriffen – und zwar nicht in Splattermanier, sondern gut durchdacht und durchweg spannend. Klar zu empfehlen ist die zweite Staffel, „Asylum“, die von dem Irrenhaus Briarcliff handelt.

The Walking Dead

Zombies, Zombies, Zombies: In der Serie „The Walking Dead“ ist ein Zombie-Virus ausgebrochen. Als der Polizist Rick Grimes aus einem Koma erwacht, ist die Welt nicht mehr so, wie er sie kannte. Auf dem Weg seine Familie zu finden, muss er gegen sogenannte „Walker“ kämpfen. Schon bald findet er andere Überlebende und verbündet sich mit ihnen. Auch diese Serie kriegt es hin, trotz der ganzen Zombies dem Splattergenre fern zu bleiben. Unvorhergesehene Wendungen, zwischenmenschliche Beziehungen und Auseinandersetzungen unter den Überlebenden machen Walking Dead zur spannenden Binge-Watch-Serie.

Auch spannend: Das Walkind-Dead-Spinoff „Fear of the Walking Dead“ spielt in Los Angeles und behandelt den Beginn der Zombie-Apokalypse im Detail.

Chilling Adventures of Sabrina

Pünktlich zu Halloween bringt Netflix am 26. Oktober „Chilling Adventures of Sabrina“ heraus. Einige werden „Sabrina total verhext“ aus den 90ern noch kennen – Chilling Adventures ist zwar auch um die Hexe Sabrina Spellman gestrickt, jedoch geht es längst nicht so witzig zu wie bei der Comedyserie. Die neue, dunklere Serie basiert auf den gleichnamigen Archie-Comics.

Lore

Was steckt hinter den Gruselgeschichten, die abends beim Lagerfeuer erzählt werden? Das deckt die Amazon-Prime-Serie „Lore“ auf. Basierend auf dem gleichnamigen Podcast  behandelt die Serie nicht-fiktive Horror-Geschichten und ihre Herkunft. Somit handelt eine Episode zum Beispiel von den Werwölfen der deutschen Stadt Bedburg. Ihre Einwohner waren im 16. Jahrhundert davon überzeugt, dass ein Werwolf Frauen und Kinder tötet.

Anna-Lena Sachs

27-jährige Oldenburgerin, Seriennerd und geborener Lax mit einem Bachelor in American Studies und einem Master in Journalismus.