Nordisch gesehen

Happy Christmas my arse – Playlist für Weihnachtshasser

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Ist es nicht schön? Weihnachtszeit und alle sind so gut drauf, saufen die ganze Zeit über Glühwein und stopfen sich mit Plätzchen voll. Und dann noch diese Musik, entweder deutsch-historisch getragen oder amerikanisch-kitschig gut gelant daherkommend. Ist es nicht zum Kotzen? Wer keine Lust auf das ständig gleiche Gedudel hat: Hier die Playlist für all diejenigen, die mit Weihnachten aus irgendwelchen Gründen nicht ganz so viel anfangen können.

13. Elf’s Lament

Die Barenaked Ladies können ja sowie viel mehr als das Titellied zu Big Bang Theory. Auf dem Album „Barenaked for the Holidays“ arbeiten sie sich gewohnt Ladies-like an den Feiertagen ab. Dazu gehört auch die Beschwerde eines Weihnachtselfen.

12. A Christmas Raid Carol

Ein bisschen schief, aber dafür mit der „Queen of Nerd“ Felicia Day: Auch die Webserie „The Guild“ verzichtete nicht auf Weihnachtslieder. Perfekt für all die PC-Gamer und Rollenspieler, die auch an Weihnachten nicht auf ihr liebstes Hobby verzichten wollen. Und darüber hinaus: Felicia Day!

11. A Christmas Carol

Tom Lehrer gehört zu den Musikern, die heute leider fast vergessen sind – sofern sie in Deutschland je bekannt waren. Tom Lehrers Lieder zeichnen sich immer durch einen ganz besonderen Humor aus und „A Christmas Carol“ ist da keine Ausnahme.

Kill the turkeys, ducks and chickens
Mix the punch, drag out the Dickens
Even though the prospect sickens
Brother, here we go again

10. Merry Christmas, I f**ked your Snowman

Die Band „The Showcase Showdown“ aus Boston gibt es schon nicht mehr, aber 1993 haben sie auf der B-Seite von „Ho Ho Ho Chi Minh!“ das Lied „Merry Christmas, I fucked your Snowman“ veröffentlicht. Wie man dem Titel vielleicht entnehmen kann, nicht für zarte Ohren geeignet. Aber welches Lied aus dieser Liste ist das schon?

9. Father Christmas

The Kinks hatten schon 1977 einen ganz besonderen, aus heutiger Sicht nahezu zahmen, Blick auf das Weihnachtsfest.

8. American Jesus

Zugegeben, kein Weihnachtslied in dem Sinne. Aber der Umstand, dass Bad Religion das Lied, welches zuerst 1993 auf „Recipe for Hate“ erschien, auch auf ihr Weihnachtsalbum gepackt haben, soll als Begründung genügen. Ein bisschen Amerika-Bashing ist spätestens seit Trump eh drin, auch an friggin X-Mas.

7. I Won’t be Home for Christmas

Jedes Jahr fährt Chris Rea zu Weihnachten nach Hause. Keiner weiß, ob er je ankommen wird. Blink 182 haben sich 2001 entschieden, erst gar nicht nach Hause zu fahren. Kann man auch machen, vielleicht mal eine Alternativen zu den unzähligen Stunden, die man an den Feiertagen im Auto oder Zug verbringt.

6. Kidnap the Sandy Claws

1993 schuf Tim Burton mit „Nightmare before Christmas“ einen Instant-Classic der Weihnachtsfilme. Der Soundtrack des Films selbst ist schon eine Sammlung alternativer Weihnachtslieder. Der Erfolg des Films und vor allem die für sich schon eingängigen Lieder sorgten aber dafür, dass viele Musiker sich inspirieren ließen (zum Beispiel Broken Peach mit ihrer Version von „This is Halloween“). Das ging sogar so weit, dass Disney zum 15. Geburtstag des Films ein Album mit dem Titel „Nightmare Revisited“ produzieren ließ. Darauf zu finden sind neben Marilyn Manson, Rise Against und Plain White T’s auch Korn mit ihrer Version von „Kidnap the Sandy Claws“.

5. The Night Santa Went Crazy

Mal ehrlich, wer kann es dem ständig so abscheulich gut gelaunten Santa verdenken, wenn er irgendwann keine Lust mehr hat – und das ganze Arsenal, was sonst wahrscheinlich an ganz artige NRA-Mitglieder gehen würde, auspackt und ein bisschen verrückt spielt. Wer sich so etwas ausenkt? Weird Al Yankovic natürlich.

4. A Scary Solstice

Die H. P. Lovecraft Historical Society hat 2003 ein Weihnachtsalbum veröffentlicht, das dafür sorgt, dass sich der Cthulu-Mythos in die Weihnachtsfeierlichkeiten schleicht – und auch gleichzeitig als Ohrwurm in die Gehörgänge. Insgesamt 25 klassische Weihnachtslieder finden sich auf dem Album, alle auf die Großen Alten umgedichtet. Leider haben die fleißigen Kultisten der Historical Society vergessen, auch noch Videos zu ihrem Album zu produzieren. Aber bei Youtube finden sich viele Fan-Videos. In diesem Sinne: Viel Spaß und Cthulhu Fhtagn!

3. Christmas in Hollies

Wer bei „Last Christmas“ fluchtartig den Raum verlässt und „Stirb langsam“ schon bereit gelegt hat, wird dieses Lied kennen: Christmas in Hollis von Run-D.M.C. Jason Mizell (Jam Master Jay), Joseph Simmons (Run) und Darryl McDaniels (D.M.C.) schnappen sich ein paar Samples von „Back Door Santa“, „Frosty the Snowman“, „Jingle Bells“ und „Joy to the World“ und machen daraus einen mehr als amüsanten Oldschool-Hiphop-Track. Das Rolling Stone Magazin wählte das begleitende Video zum besten Video des Jahres 1987, noch vor Michael Jacksons „Bad“, welches immerhin von Martin Scorsese gedreht wurde. Bei „Stirb langsam“ läuft „Christmas in Hollis“ wenn John McClane (Bruce Willis) von Argyle (De’voreaux White) zum Nakatomi Plaza gefahren wird. „This IS christmas music!“

2. The Season’s Upon us

Das Album „Signed and Sealed in Blood“ der amerikanischen Celtic-Punk-Band „Dropkick Murphys“ wurde im Januar 2013 veröffentlicht und enthält das wunderbare Stück „The Season’s Upon Us“. Das dazugehörige Video zeigt, was an Weihnachten ab und an zum Problem wird: die bucklige Verwandschaft!

1. Fairytale of New York

Seit The Pogues ein wahrer Klassiker. Doch statt die weiterhin großartige Version mit Kirsty MacColl aus der Schublade zu kramen, hier die Variante von Katzenjammer und Ben Caplan, ihr Bums und Punks.

Spotify-Playlist für Weihnachtshasser

Leider gibt es nicht alle Lieder bei Spotify, daher fällt die nachfolgende Playlist etwas kürzer aus. Dafür werden hier noch die Empfehlungen unserer Leserinnen und Leser eingebaut 😉 Weihnachtshasser, vereinigt euch!

Claus Arne Hock

Jahrgang 1982; Journalist mit Migränehintergrund; Die Kanzlerin hat mir nie ihr Vertrauen ausgesprochen; Volontär in der Presseagentur GanterMedia (Ganderkesee); Musikbegeisterter Film- und Comicfan.