Nordisch leben

Gechecked – Checker Tobi

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Aufgeregt hüpfen die Knirpse auf ihren Stühlen, rufen laut nach ihrem Wissens-Idol und recken die kleinen Hälse. Hochspannung in der Cloppenburger Stadthalle. Checker Tobi, bekannt als Fernsehmoderator von Wissenssendungen auf ARD und Kinderkanal wird erwartet. Er wurde von der OLB zum Jungen Forum ins Oldenburger Münsterland eingeladen. Und hat neben einigen Experimenten auch Einblicke in die Sendung und hinter die Kulissen mit im Gepäck. Und in Cloppenburg wird es eine Weltpremiere geben – denn im kommenden Jahr kommt ein Film mit Checker Tobi in die Kinos. Klarnordisch hat Tobias Krell, Jahrgang 1986 und in Mainz geboren, vor dem Auftritt getroffen.

Wolltest du schon immer vor die Kamera?

Checker Tobi: Nein das war eher Zufall. Mein Papa war beim Fernsehen, deswegen wusste ich früh, dass ich da auch hin möchte. Ich habe dann vor 10 Jahren mit Praktika und freiberuflich angefangen. Als Reporter beim Jungen Fernsehen des SWR bin ich dann auch mal vor der Kamera gewesen. Und da hat mich dann jemand gesehen und mir gesagt, dass es da ein Casting für eine Kinderfernsehsendung gibt. Da ich ja weder vor die Kamera noch zum Kinderfernsehen wollte, bin ich da ganz unbedarft hin und es hat geklappt.

Bist Du als Checker Tobi eigentlich so eine Art Klugscheißer?

Nein, als Klugscheißer sehe ich mich nicht. Ich bin – wie jedes Kind auch – einfach nur neugierig. Und wenn ich in meiner Sendung etwas checke, dann weiß ich ja selber nicht, was ich lernen werde. Ich bin nicht der Typ, der sein Wissen raushängen lässt. Auch in der Sendung haben wir keinen erhobenen Zeigefinger. Ich bin ein erwachsenes Kind, dass immer Neues lernen darf.

 

Beim OLB-Forum begrüßte der Fernsehmoderator Checker Tobi über 700 junge Besucher zum großen Wissens-Chexperiment.
Ist so viel Neugierde auf die Dauer nicht anstrengend?
Klar, ist es anstrengend. Sich immer wieder auf Neues einzulassen, kostet Kraft und auch Konzentration. Aber dieser Job ist ein unheimliches Privileg. Es ist toll, immer wieder was dazu zu lernen, neue Menschen zu treffen und neue Dinge auszuprobieren. Ich habe beispielsweise schon einen Bungee-Sprung gemacht oder jemanden tätowiert. Ich mache den Job jetzt seit fünfeinhalb Jahren und bin noch nicht müde geworden. Das Lernen erfüllt mich jeden Tag mit Energie.

Was braucht man als Checker?

Authentische Neugierde ist wichtig. Kinder merken sofort, wenn man ihnen etwas vorspielt. Und um den Kindern etwas zu vermitteln, ist Lachen wichtig. Ich erinnere mich noch, das Peter Lustig in Löwenzahn seinen Bauwagen neu anstreichen wollte und dann alle Farben gemischt hat. Am Ende kam grau raus und er hat damit einen Mast angestrichen. Deswegen funktioniert das in der Schule mit dem Lernen nicht so gut, wenn der Unterricht so trocken ist.

 

Hattest Du Vorbilder, wie „Wissen macht Ah!“ oder Peter Lustig?
Für „Wissen macht Ah!“ (ebenfalls in der ARD und im Kika, Anm. d. Red.) bin ich zu alt. Und ich hatte keine wirklichen Vorbilder, weil ich eigentlich nicht ins Kinderfernsehen wollte. Eine meiner Lieblingssendungen war „Löwenzahn“ mit Peter Lustig, da sind mir auch nach 25 Jahren noch einige Szenen im Kopf geblieben.

Zum Beispiel?

Als Peter Lustig seinen Bauwagen in den Fluss gestellt hat. Oder als er seinen Bauwagen anstreichen wollte und er alle Farben gemischt hat und später grau rauskam. Er war kein Kindskopf, sondern immer wie ein Onkel. Auch die „Sendung mit der Maus“ ist in Sachen Wissensvermittlung ein Vorbild, weil es sie schon so lange gibt.

Worum geht es in deinem Kino-Film?

Allzu viel darf ich nicht verraten, aber es geht um Wasser. Ich mache eine Abenteuer-Reise: bin bei einem aktiven Vulkan, erlebe einen Tauchgang und besuche das Ewige Eis. Diese Orte besuche ich, um später ein Rätsel zu lösen.

Wie war es für dich, einen Film zu drehen?
Das ist etwas ganz anderes als fürs Fernsehen. Schon deswegen, weil ich ja so viele exotische Ziele besuchen durfte. Und man gibt jeden Tag 150 Prozent, weil das Material ja auf der großen Leinwand gezeigt wird. Außerdem liebe ich Filme, ich hab an einer Filmhochschule studiert. Die beiden Dinge – meinen aktuellen Job und die Leidenschaft für Filme – zusammen zu bringen, war wirklich toll für mich.

Mareike Wübben

Einmal quer durch den Nordwesten - geboren wurde ich in der Friedensstadt Osnabrück, studiert habe ich am Meer in Wilhelmshaven - und zwar Medienwirtschaft und Journalismus - also "irgendwas mit Medien". Aufgewachsen bin ich jedoch im Oldenburger Münsterland - wo ich an den Ahlhorner Fischteichen, an der Talsperre oder im Wald am besten entspanne. Aber auch in Lissabon, an der Ostsee oder auf Mallorca genieße ich Land, Leute, Kultur und das Essen - ich koche aber auch gern :)

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