Nordisch leben

Frühtanz in Tange – Die schrägsten Outfits 2018

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In Tange geht jedes Jahr an Pfingsten die Post ab und viele von euch waren dabei. Insgesamt sind 2018 mehr als 20.000 Menschen zusammengekommen, um gemeinsam den Frühtanz zu feiern. Einigen von euch reicht es aber nicht, einfach nur zu feiern. Wie man auf den folgenden Bildern sehen kann, ziehen sich einige Menschen nicht nur an, nein, sie kleiden sich dem Anlass entsprechend. Viel Spaß mit den schrägsten Partyoutfits in Tange.

Tange, das bedeutet:  Mit dabei sein, wenn 20.000 Menschen so richtig abgehen. Bestes Wetter, laute Musik, Bier und Cocktails waren die Garanten für gute Stimmung beim Frühtanz am Sonntag. Wer genau hingesehen hat, konnte unter den Partygästen  den ein oder anderen „Exoten“ sehen, denn kostümierte Menschen gibt es nicht nur in der Cosplay-Szene. Sie gehören zu jeder großen Veranstaltung und verleihen einer Party erst die richtige Würze.

Klarnordisch hat sich Zeit genommen und mit den Verkleidungs-Künstlern gesprochen. Sie berichten, was sie bewegt, etwas anders als alle anderen zur Party zu kommen.

„Damit meine Freunde mich wiederfinden“

Mit spitzem Hut unterwegs: so kann André von seinen Freunden schnell gefunden werden

Mit einem langen spitzen Hut auf dem Kopf war André Mull in Tange unterwegs. „Den haben meine Freunde mir gebastelt, damit sie mich immer schnell wiederfinden können“, erklärt er.

Auf die Idee seien die gekommen, weil André einmal auf einer Party verloren gegangen ist. „Das passiert mir heute aber nicht“, ist sich der 29-Jährige aus Wilhelmshaven sicher.

Sein Hut besteht aus einer Hello Kitty-Schultüte, die mit Papier beklebt wurde. „Mit dem Ding fällt man auf“, sagt André. „Ich bin heute schon sau oft angesprochen worden.

Der Mann mit dem Pferdekopf

Mit Masken unterwegs: egal ob als Pferd oder als Guy Fawkes, den Leuten gefällt es.

Als Pferd und Reiter sind Maurice Börner (mit Pferdemaske) aus Oldenburg und Matthias Neumann (dahinter) unterwegs. „So eine Maske hat keiner“, sagt Maurice. Die beiden wollen auffallen und das schaffen sie auch.

Während wir das Foto von den beiden machen wollen, stehlen sich ein weiterer Maskierter mit Guy Falwks-Maske und Freundin ins Bild. Maurice aus Oldenburg und Matthias aus Rostock jedenfalls sind schon mehrfach von anderen Partygästen angesprochen worden, ob sie fotografiert werden dürfen. „In den letzten 10 Minuten bestimmt drei Mal“, berichtet Matthias. Der Plan der beiden ist voll aufgegangen.

In Fränkischer Tracht zum Frühtanz

Fränkische Tracht in Tange: Besucher aus dem thüringischen Sonneberg

In Fränkischer Tracht in Tange: Georg Stenzel aus Sonneberg in Thüringen ist schon zum neunten Mal beim Frühtanz. In diesem Jahr zum ersten Mal mit seiner Freundin Tina Jähnert.

„Wir wollen unsere Fränkische Kultur im Norden zeigen“, sagt der 28-Jährige, der vor einigen Jahren zu einem World of Warcraft-Gildetreffen nach Ostrhauderfehn gefahren ist und mit seinen Freunden dann auch zum Frühtanz nach Tange kam.

„Die Leute hier sind echt cool, gar nicht so nordisch unterkühlt, wie man immer hört“, sagt Tina. Die beiden jedenfalls sind begeistert von Norddeutschland.

Am Samstag haben sie außerdem zum ersten Mal in ihrem Leben geboßelt. „Unser Team hat gewonnen“, freut sich Georg, der auch im nächsten Jahr wieder zum Frühtanz nach Tange kommen will.

Einfach nur schrill

Promogirls Tange
Ausgefallener Look: Promogirls in Tange

Schrill ist das Outfit von Nikita Troy. Die Varieté-Künstlerin hat regonbogenfarbene Haare, trägt einen Zylinder mit blau-verspiegelter Schutzbrille, schwarze Leder-Hotpants und eine Netzstrumpfhose. Auf ihrem schwartzen Shirt ist ein großer pinker Totenkopf gedruckt.

Damit gehört sie eindeutig zu den auffälligeren Besucherinnen in Tange. Ein Blick auf ihr Facebook- oder Instagram-Profil lohnt sich, denn dort kann man die Verkleidungskünstlerin in verschiedenen Outfits sehen. Die kann man allesamt als schrill, gewagt oder skurril einordnen – echte Hingucker eben.

Im Laufe des Tages hat sich Nikita auch auf einem neongelben Trike über das Gelände fahren lassen. Den Partygästen dürfte diese bunte Frau nicht entgangen sein.

Vor der Hochzeit noch ein Mal richtig Gas geben

JGA Tange
Nina Balog (grünes Shirt) feiert ihren Junggesellinnenabschied mit ihren Freundinnen

Bevor es vor den Traualtar geht, hat Nina Balog aus der Gemeinde Wangerland sich mit ihren Freundinnen auf den Weg nach Tange gemacht. Hier will sie vor ihrer Hochzeit noch einmal richtig feiern.

Unterwegs ist die 29-Jährige in einem grünen Shirt, das voller Unterschriften ist. Außerdem sind überall an ihr Blumen befestigt – sei es der Blumenkranz in ihrem blonden Haar oder die bunten Blütenblätte, die an ihrem grünen Shirt hängen.

Ihre Freundinnen tragen als Kontrast zur künftigen Braut braune Shirts, auf denen grüne Pflanzen und ihre Namen abgedruckt sind.

Im Flamingokostüm in Tange steil gehen

Tange 2018
Im Flamingooutfit: die zukünftige Braut mit einer Freundin

Ebenfalls kurz vor ihrer Hochzeit steht Jacqueline Alfeis aus Neuenkirchen Vörden. Die 29-Jährige ist auch mit ihren Freundinnen nach Tange gekommen, um noch ein Mal die Sau raus zu lassen, bevor sie mit ihrem zukünftigen Mann die Ringe tauschen will.

Sie trägt ein pink-schimmerndes Outfit mit weißem Tüllrock und eine Flamingo-Sonnenbrille, die an diesem Tag wohl auch einmalig ist. Die begeisterte Volleyballerin ist an diesem Tag mit einem Bauchladen unterwegs und versucht Kleinigkeiten an die Partygäste zu verkaufen.

Unterstützt wird sie dabei von Jule Hinsken, die wie die anderen Begleiterinnen von Jacqueline auch, ein weißes Shirt trägt. „Der Frühtanz ist genau der richtige Rahmen für einen Junggesellinenabschied, vor allem bei dem schönen Wetter“, sagt Jule.

Mit Sach an! auf Videodreh

Wenn ihr wissen wollt, wie das Video von nwzplay entstanden ist: Emily vom „Sach an!“-Channel hat den Kameramann begleitet. Ihr wollt noch mehr Bilder vom Frühtanz? Guckt mal auf nwzonline.de.

Wolfgang Alexander Meyer

Wolfgang Alexander Meyer, Jahrgang 84, aus dem Osnabrücker Land, steht auf gute Geschichten und hofft, dass seine eigene Geschichte die beste sein wird: "Ich habe erst in Hannover und dann in Leipzig Biologie und Deutsch studiert und wäre fast Gymnasiallehrer geworden. Mit einem Abstecher über ein Callcenter bin ich dann bei der Nordwest Zeitung gelandet und habe gelernt, dass Umwege sich lohnen, weil sie die Ortskenntnis erhöhen..."

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