Nordisch gesehen

Er kam, sah und stahl Meghan und Harry die Show

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Wenn Fernsehteams aus der ganzen Welt anreisen, das Netz durchdreht und das Thema schon Tage vorher die Nachrichten beherrscht, dann ist klar: Eine Royal Wedding steht an. Im Mittelpunkt der Trauungszeremonie standen aber nicht Meghan und Harry.

Was wäre die Trauungszeremonie von Meghan und Harry wohl ohne Michael Curry geworden? Der afroamerikanische Bischof aus Chicago und Oberhaupt der Episkopalkirche in den USA hatte bei der eher steifen Zeremonie in der St. George’s Chapel in Windsor wohl den meisten Spaß. Seine lebendige Art und Weise zu predigen überraschte auch einige der Royals – anders waren die zweitweise amüsiert und leicht irritiert dreinschauenden  William, Kate & Co. nicht zu erklären.

Modern und amüsant

Wie es sich für einen Pastor aus dem Jahr 2018 gehörte, trat er zunächst mit einem Tablet ans Pult. Das brauchte er aber später gar nicht mehr. Denn die Worte sprudelten nur so aus ihm heraus. Ja, Kirche kann auch cool sein. Die Botschaft war so simpel und dennoch für das Paar treffend: Die Macht der Liebe kann alles verändern. „Liebe kann helfen und heilen, wenn alles andere versagt hat.“ Bei so viel Pathos hielt es den Geistlichen nicht mehr ruhig hinter dem Pult. Immer wieder wedelte er herum, wandte sich an die Menschen, die um ihn herum saßen, riss die Augen auf und zitierte auch den afroamerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King. Wirklich jeder sollte verstehen, worum es Curry ging.

Besondere Botschaft

Eine knappe Viertelstunde dauerte die Rede zwar nur und reichte doch, um dem Brautpaar für eine kurze Zeit die Show zu stehlen. „Liebe kann kraftvoll sein. Unterschätzt das nicht. Jeder, der schon einmal verliebt war, weiß, was ich meine.“ Wohl niemand besser als Meghan die Braut, früher Markle und jetzt Herzogin von Sussex, weiß, was dieser Satz bedeutet. Schließlich hat sie für ihr neues Leben ihre berufliche Karriere und ihre persönliche Freiheit geopfert.

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