Nordisch gesehen

Ein bisschen (viel) Hass – Playlist der Woche (KW34)

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Der Hass….die Hass ist wieder da und liefert die Playlist der Woche. Dabei macht sie ihrem Namen alle Ehre und ihrem Ärger Luft. Und manchmal muss man es auch einfach rauslassen. Zum Glück ist Musik da der beste Weg. Die Spotify-Playlist gibt es wie immer am Ende des Artikels.

OK – Farin Urlaub

Farin Urlaub (Fotograf: Armin Kübelbeck, CC-BY-SA, Link)
Farin Urlaub (Fotograf: Armin Kübelbeck, CC-BY-SA, Link)

Und da gibt’s direkt die erste Enttäuschung. Farin Urlaub ist nicht auf Spotify zu finden. Somit kann ich ihn schlecht in meine Playlist einbauen. Dieses grandiose Lied wollte ich euch trotzdem nicht vorenthalten. Farin wurde als Mitglied der Rockband Die Ärzte bekannt (gibt es seit 1982), die einfach JEDER kennen muss. Seit 2001 tritt er  als Solokünstler und Kopf der Band Farin Urlaub Racing Team auf. Das Lied OK muss man sich einfach mal reinziehen. 

„Am Morgen geht die Sonne auf und ich hasse dich.
Die Welt nimmt weiter ihren Lauf und ich hasse dich.
Menschen gehen von A nach B und ich hasse dich.“

Auch hören: 1000 Jahre schlechten Sex, Herz? Verloren

Ring The Alarm – Beyonce

Beyonce (Foto: Noemi Nuñez, CC-BY-SA 2.0, Link)
Beyonce (Foto: Noemi Nuñez, CC-BY-SA 2.0, Link)

Beyoncé ist immer zur Stelle, wenn man sie braucht. Und wenn man fast platzt, weil die Wut einen zerfrisst, dann ist Ring the Alarm aus ihrem zweiten Album B’Day (2006) genau das richtige. Ich liebe ihr Geschreie in dem R&BHip-HopSoul-Song. Das ist wie ein Ventil und ich hab‘ das Gefühl selber weniger schreien zu wollen.

„Tell me how should I feel, when I know what I know.
And my female intuition, telling me you a dog?
People told me ‚bout the flames, I couldn’t see through the smoke.
When I need answers, accusations, what you mean you gon‘ choke?“

Auch hören: Deja Vu, Halo

I Have Questions – Camila Cabello

Camila Cabello (Foto: Melissa Rose, CC BY 2.0, Link)
Camila Cabello (Foto: Melissa Rose, CC BY 2.0, Link)

Camila Cabello ist eine kubanisch-US-amerikanische Sängerin und ein ehemaliges Mitglied der Girl-Group Fifth Harmony. Die Band wurde durch die Castingshow The X Factor  bekannt. Kein Wunder also, dass es sich hier um Pop handelt. Der Song I Have Questions ist  ein 2017 erschienener Pop Song und der Text spricht für sich.

„I have questions for you. Number one, tell me who you think you are?
You got some nerve trying to tear my faith apart. I have questions for you.
Number two, why would you try and play me for a fool?
I should have never ever ever trusted you. I have questions.
Number three, why weren’t you, who you swore that you would be? I have questions, I got questions haunting me.“

Auch hören: Havanna, Never Be the Same

Ignorance – Paramore

Hayley Williams (Paramore) beim Rock im Park 2013
Hayley Williams (Paramore) beim Rock im Park 2013 (Von Sven-Sebastian SajakEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link)

Ignorance war der erste Song, der 2009 für Paramores drittes Album Brand New Eyes geschrieben und aufgenommen wurde. Und damit trifft die amerikanische Rockband um Hayley Williams ins Schwarze. Denn zu Hayleys Stimme kann man so richtig schön hassen und um sich schlagen – klappt bei mir zumindest immer hervorragend. Dazu muss man sagen, dass Paramore allgemein eine Band ist, zu der man ganz gut ausrasten und mitschreien kann. 

„You treat me just like another stranger.
Well, It’s nice to meet you, sir!
I guess I’ll go. I best be on my way out.“

Auch hören: Misery Business, That’s What You Get

Puke – Eminem

Eminem (Foto: Mika Väisänen, CC BY-SA 3.0, Link)
Eminem (Foto: Mika Väisänen, CC BY-SA 3.0, Link)

Der König des hasserfüllten Gesanges und der schneidenden Worte. Was wäre diese Playlist ohne Eminem? Erschienen ist der Song Puke 2004 in seinem Album Encore. Wie auch in so vielen anderen Songs des amerikanischen Rappers, geht es darin um seine Exfrau Kim, und darum, dass er kotzen muss wenn er sie sieht. Und obwohl der Song textlich sehr hart klingt, muss ich doch schmunzeln wenn ich ihn höre, weil es einfach so überzogen ist und komplett ins Lächerliche gezogen wird. Typisch Eminem eben.

„There I go, thinkin‘ of you again.
You don’t know how sick you make me. You make me fuckin‘ sick to my stomach.
Every time I think of you I puke. You must just not know.
You may not think you do but you do. Every time I think of you I puke.“

Auch hören: River, Lose Yourself

Self-Esteem – The Offspring

The Offspring (Foto: Richard Abrahamson, CC BY 2.0, Link)
The Offspring (Foto: Richard Abrahamson, CC BY 2.0, Link)

The Offspring ist eine US-amerikanische Punk-Rock-Band aus Kalifornien und haut immer so richtig schön in die Fresse. Die Musik der Band, die es schon seit den 1980er Jahren gibt, habe ich schon im meiner Jugend immer gerne gehört. Was soll man noch mehr zu ihnen sagen? The Offspring sind einfach eine Institution. Self-Esteem ist 1994 im Album Smash erschienen.

„Then I wonder how much more I can spend.
Well I guess I should stick up for myself.
But I really think it’s better this way.
The more you suffer The more it shows you really care, right, yeah, yeah“

Auch hören: Pretty Fly, The Kids Aren’t Alright

Elastic Heart – Sia

Sia (Foto: Kirk Stauffer, CC BY-SA 3.0, Link)
Sia (Foto: Kirk Stauffer, CC BY-SA 3.0, Link)

Für mich ist die amerikanische Sängerin Sia ganz besonders interessant. Nicht nur, dass sie Songs für die großen Namen im Business schreibt. Ihre Stimme wurde berühmt, ohne dass man ihr Gesicht kannte. Ganz bewusst hat sich die 42-Jährige davon distanziert. Elastic Heart ist 2013 erschienen. Besonders beeindruckend ist das Musikvideo dazu. Darin zu sehen sind die Tänzerin Maddie Ziegler und der Schauspieler Shia LaBeouf. Maddie stellt darin Teile seiner Persönlichkeit dar, mit denen er kämpft. Und dieser Kampf sollte dargestellt werden.

„And another one bites the dust. But why can I not conquer love?
And I might’ve got to be with one. Why not fight this war without weapons?
And I want it and I wanted it bad. But there were so many red flags.
Now another one bites the dust. And let’s be clear, I trust no one.“

Auch hören: The Greatest, Alive

All These Things I Hate (Revolve Around Me) – Bullet for My Valentine

Bullet for My Valentine (Foto: Frank Schwichtenberg , CC BY-SA 4.0, Link)
Bullet for My Valentine (Foto: Frank Schwichtenberg , CC BY-SA 4.0, Link)

Die britische Metalcore-Band Bullet for My Valentine wurde 1998 unter dem Namen Jeff Killed John als Nirvana– und Metallica-Coverband gegründet. Nach mehreren Änderungen entstand dann der endgültige Name. All These Things I Hate (Revolve Around Me) brachten sie 2005 auf ihrem Debütalbum The Poison raus. Kurz danach kam der kommerzielle Durchbruch.

Was ich an dem Song so schätze, ist der aggressive Gesang von Matthew Tuck – hach, schreien kann so schön sein.

„Just back off before I snap“

Auch hören: Your Betrayal, Hand Of Blood

Over It – Macklemore (feat. Donna Missal)

Macklemore(Foto: pitpony.photography, CC BY-SA 3.0, Link)
Macklemore(Foto: pitpony.photography, CC BY-SA 3.0, Link)

Schon in meiner letzten Playlist kam der amerikanische Rapper Macklemore vor. Ich mag ihn halt. Seine Stimme, seine Musik, seine Message – I like it. Mal ganz davon abgesehen ist sein Album Gemini (2017) einfach nur rundum gelungen. Darin zu finden ist auch der Song Over It, in dem es um eine vergiftete, negative Beziehung geht. Man kennt es: Eine echt schlimme Beziehung geht vorbei, man folgt sich trotzdem noch auf Instagram und stalked. Und irgendwie landet man doch wieder mit dem Ex im Bett – sowas natürlich alles noch viel schlimmer macht.

„Fight, break up, we fuck, we fight, break up, you know the deal.
Vent to friends and tell them, ,It’s the last time, I’m for real‘.
You text me, then the next thing you know, I’m behind the wheel.
Pull up, you in the backseat thinking this will help us heal.“

Auch hören: Good Old Days, Glorious

Happy Now – Zedd & Elley Duhé

Zedd (Foto: Charito Yap, CC BY 2.0, Link)
Zedd (Foto: Charito Yap, CC BY 2.0, Link)

Von aggressiven Tönen geht es zu seichteren Klängen. Ich weiß nicht, wie es anderen Leuten geht, aber wenn ich so richtig geladen bin und mir alles von der Seele geschrien habe, dann brauche ich etwas ruhigeres, um ein bisschen runterzukommen. Happy Now vom deutsch-russischen DJ Zedd und der amerikanischen Sängerin Elley Duhé ist erst dieses Jahr (2018) erschienen und dementsprechend ist es mir in irgendeiner Charts-Playlist über den Weg gelaufen und einfach nur traurig, traurig schön.

„There’s nothing left to say,
So I shut my mouth. So won’t you tell me, babe,
Are you happy now?“

Auch hören: The Middle, Clarity

I Hate Everything About You – Three Days Grace

Three Days Grace (Foto: Hackstar18, CC BY-SA 3.0, Link)
Three Days Grace (Foto: Hackstar18, CC BY-SA 3.0, Link)

Three Days Grace ist eine kanadische Alternative-Rock- bzw. Post-Grunge-Band. Sie besteht aus den Gründungsmitgliedern Schlagzeuger und Background-Sänger Neil Sanderson, E-Bassist und Background-Sänger Brad Walst, seit 2003, Lead-Gitarrist Barry Stock und seit 2013 dem Lead-Sänger Matt Walst. Im November 2003 veröffentlichte die Band mit dem neu hinzugekommenen Bandmitglied Barry Stock ihr Debütalbum Three Days Grace, auf dem auch I Hate Everything About You zu finden ist.  Und eigentlich sagt der Titel des Songs auch schon alles aus. Es geht darum zu hassen. Und zwar zu hassen, weil man jemanden liebt, den man gar nicht lieben möchte – perfekt für Wut-Bauchschmerzen.

„Only when I start to think about it. I hate everything about you. Why do I love you“

Auch hören: Animal I Have Become, Pain

All We Know – The Chainsmokers feat. Phoebe Ryan

The Chainsmokers (Foto: The Come Up Show, CC BY 2.0, Link)
The Chainsmokers (Foto: The Come Up Show, CC BY 2.0, Link)

Das amerikanische DJ-Duo The Chainsmokers bringen wieder ein bisschen elektronische Musik in den Mix. „Die Kettenraucher“ gibt es seit 2009. Im Jahr 2014 feierte das Duo mit dem (echt nervtötenden) Song #Selfie ihren weltweiten Durchbruch. Nach einem Genre-Wechsel konnten sie 2016 mit Rotes und Don’t Let Me Down den Erfolg ihrer Debütsingle übertreffen. All We Know ist 2016 im Album Collage erschienen und handelt von einer verblassenden Liebe.

„We’re falling apart, still we hold together.
We’ve passed the end, so we chase forever.
‚Cause this is all we know, This feeling’s all we know.“

Auch hören: Sick Boy, You Owe Me

My Way – Limp Bizkit

Limp Bizkit (Foto: Дмитрий Рузов, CC BY-SA 3.0, Link)
Limp Bizkit (Foto: Дмитрий Рузов, CC BY-SA 3.0, Link)

Juhu!!! Wieder was wütendes. Ich meine, Limp Bizkit ist ja auch nun wirklich nicht für seine schnulzigen Lieder, sondern für richtige Brecher bekannt. Die Amerikanische Nu-Metal-Band wurde 1994 gegründet und hat mehr als 40 Millionen Alben verkauft. In My Way (2000) geht es darum die Schnauze voll zu haben und endlich auch mal seinen eigenen Willen zu kriegen.

„This time I’m ‚a let it all come out.
This time I’m ‚a stand up and shout.
I’m ‚a do things my way.
It’s my way, My way, or the highway.“

Auch hören: Nookie, Rollin‘

Youngblood – 5 Seconds of Summer

5 Seconds of Summer (Foto: 5SOS, CC BY-SA 4.0, Link)
5 Seconds of Summer (Foto: 5SOS, CC BY-SA 4.0, Link)

Wer ist das? Machen die Pop oder Rock? Die Verwirrung ist real. Und die australische Band 5 Seconds of Summer macht beides gleichzeitig. Wie auch immer das gehen soll – aber das Ergebnis mag ich gerne. Der Song Youngblood (2018) ist die erste Singleauskopplung aus dem gleichnamigen Album der jungen Band und lässt sich echt gut hören.

„Remember the words you told me, love me ‚til the day I die.
Surrender my everything ‚cause you made me believe you’re mine.
Yeah, you used to call me baby, now you calling me by name.
Takes one to know one, yeah. You beat me at my own damn game.
You push and you push and I’m pulling away, Pulling away from you.
I give and I give and I give and you take, give and you take.“

Auch hören: Want You Back, Jet Black Heart

At My Weakest – James Arthur

James Arthur (Foto: Vince, CC BY-SA 3.0, Link)
James Arthur (Foto: Vince, CC BY-SA 3.0, Link)

James Arthur gewann 2012 die neunte Staffel der Castingshow The X Faktor. Der heute 30-jährige ist für seine schnulzigen Liebeslieder bekannt. Und so kommt auch das 2018 erschienene Lied At My Weakest daher. Der britische Sänger hat eine sehr kraftvolle und soulige Stimme, zu der es sich so richtig schön schmachten und auch leiden lässt. Das Lied ist zwar nicht wütend, aber einfach nur schön.

„Oh, here I go down that road.
Again and again the fool rushin‘ in.
But I can’t help when I feel some kind of way.
Do you feel the same? ‚Cause And I fall, I fall for you.“

Auch hören: Can I Be Him, Impossible

All Time Low – Jon Bellion

Der US-amerikanische Singer, Songwriter Jon Bellion kam recht schnell zu seinem Erfolg. 2011 begann er mit dem Veröffentlichen von Mixtapes und erregte gleich mit dem ersten (Scattered Thoughts Vol. 1) so viel Aufmerksamkeit, dass er ein Jahr später einen Vertrag als Songwriter bekam. Im selben Jahr schrieb er mit Jason Derulo zusammen den Hit Trumpets. Er war auch am Song The Monster beteiligt, der für Eminem und Rihanna in vielen Ländern ein Nummer-eins-Hit wurde. Der Song All Time Low ist auf seinem Debütalbum The Human Condition (2016) zu hören. Darin geht es, wie sollte es anders sein, um eine gescheiterte Beziehung und darum dem anderen zu zeigen, wie scheiße es einem geht.

„I, I’ve been trying to fix my pride
But that shit’s broken, that shit’s broken.“

Auch hören: Guillotine, Human

The Kill (Bury Me) – Thirty Seconds to Mars

Thirty Seconds to Mars (Foto: Jennifer Zambrano, CC BY 2.0, Link)
Thirty Seconds to Mars (Foto: Jennifer Zambrano, CC BY 2.0, Link)

Thirty Seconds to Mars ist eine aus Los Angeles stammende Alternative-RockBand, die vom Schauspieler Jared Leto und seinem Bruder Shannon Leto gegründet wurde. The Kill (Bury Me) ist 2005 in ihrem zweiten Album A Beautiful Lie erschienen. Viel mehr kann ich gar nicht dazu sagen… es ist ein geiler Song, den ich mir gerne und oft anhöre.

„What if I wanted to break. Laugh it all off in your face.
What would you do?
What if I fell to the floor Couldn’t take all this anymore.
What would you do, do, do?
Come, break me down Bury me, bury me I am finished with you“

Auch hören: Closer Tor The Edge, A Beautiful Lie

Chelsy Haß

Chelsy, nicht Chelsea oder Chelsey. 24 Jahre alte Volontärin der Nordwest-Zeitung mit ostfriesischem und (süd)amerikanischem Migrationshintergrund. Studiert habe ich im schönen Münster, und zwar Germanistik und Italienisch. Ansonsten bin ich ein Opfer meiner Generation - Stichwort Popculture und Smartphonesucht. Ich versuche aber der schleichenden Verdummung zu entkommen.

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