Nordisch gesehen

Charts mit Metalcore – Playlist der Woche (KW33)

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In dieser Woche kommt die Playlist der Woche von Emily, der Macherin hinter dem Sach an-Channel. Macht euch gefasst auf einen wilden Ritt vom Mainstream bis hin zum Metalcore aus dem Oldenburger Land. Klickt euch auch in die anderen Playlists der Woche und: Dreht eure Boxen auf! Keep on rollin‘, baby!

Love – AVEC

AVEC, österreichische Songwriterin, bei ihrem Auftritt am 2016-11-19 in Vöcklabruck (Von Robert Wetzlmayr - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=53330654)
AVEC, österreichische Songwriterin, bei ihrem Auftritt am 2016-11-19 in Vöcklabruck (Von Robert WetzlmayrEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link)

Fangen wir doch mal romantisch an. Bei diesem Song schlägt das Herz höher. Für mich gerade eines der schönsten Liebeslieder – vielleicht aus dem Grund, weil ich es vor einer Woche auf der Hochzeit meiner Cousine singen durfte. Singer/Songwriterin AVEC kommt aus Österreich und verzaubert mich mit ihrer klaren Stimme und wunderschönen Texten. Außerdem ist „Love“ meiner Meinung nach auch das perfekte „Sonntags auf der Couch kuscheln“-Lied. Probiert es doch einfach mal aus.

Auch anhören: Granny, Sailing Away

Und du tanzt – Faakmarwin

Faakmarwin (Bild: Claus Hock)
Faakmarwin (Bild: Claus Hock)

„Sie ist jung, attraktiv, 20, Blüte der Jugend“ – zum Abzappeln am Wochenende wohl genau der richtige Feel Good-Song, der einen Throwback zum „Andy ist auf einem Tennisturnier“-Festival, welches letzte Woche auch von klarnordisch begleitet wurde, entstehen lässt. Die Jungs von Faakmarwin wissen, wie man Füße zum Wippen bringt. Die vier Jungs sind mit ihrem deutschen Rap-Indie-Rock-Pop-Mischmasch vom Andy’s schon nicht mehr wegzudenken und haben auch mein Musikherz gewonnen.

Auch anhören: Du bist Schön, Tagträumer

When it rains – Paramore

Hayley Williams (Paramore) beim Rock im Park 2013
Hayley Williams (Paramore) beim Rock im Park 2013 (Von Sven-Sebastian SajakEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link)

Okay, der diesjährige Sommer meint es echt sowas von gut mit uns Norddeutschen – aber auch mit Regen werden wir nach den hitzigen und schwülen Tagen endlich mal belohnt. Des einen Freud, des anderen Leid. Trotzdem kann man sich mit einem relativ alten Song der Alternativ-Rock-Band aus Franklin (Tennessee) die Regenstunden versüßen. Übrigens: Hayley Williams ist mein großes Idol und Stimmvorbild. Eine so kleine und zierliche Person und eine so heftige Stimme – das hört man nicht alle Tage.

Auch anhören: Misery Business, Feeling Sorry

Zuhause – Fynn Kliemann

Webvideopreis – ISS Dome – Düsseldorf – 01.06.2017 (Von Webvideopreis Deutschland from Düsseldorf, Deutschland – Webvideopreis 2017, CC BY 2.0, Link)

„Auch mit faltiger Haut, das hier bleibt unser Tattoo. Ganz egal wo wir landen, mein Zuhause ist kein Ort, das bist du!“ Bekannt durch seinen YouTube-Channel „Kliemannsland“ und seine kreative, witzige Art ist Allround-Talent Fynn Kliemann nun auch unter die Musiker gegangen und beschert mir mit seinem Song „Zuhause“ ein wohlig warmes Gefühl, ohne dabei kitschig zu werden. Seine kratzige Stimme, die ein bisschen an AnnenMayKantereit-Frontmann Hennig May erinnert, hat mich ab dem ersten Mal „Play“ drücken schon überzeugt – und der Playbutton ist gefühlt jetzt schon abgenutzt, wenn es um diesen Song geht. Mein absolutes Highlight: das Lyricvideo zum Song, denn in diesem tattoowiert Fynn insgesamt 43 Freunde mit den Textzeilen von „Zuhause“. Ein Text der wahrlich unter die Haut geht.

Auch anhören: AnnenMayKantereit – Barfuß am Klavier, Bau mich auseinander von Fynn Kliemann

Dull Generation – NOT MY ART

Not My Art (Bild: Claus Hock)
Not My Art (Bild: Claus Hock)

ES WIRD HART! Ja, ich oute mich, ich stehe total auf Metal. Kann man das nach meinen 4 ersten Songs überhaupt glauben? Mein Musikgeschmack ist eben breit gefächert und ändert sich je nach Stimmungslage. NOT MY ART ist die Band meines Mannes. Und auch wenn er nicht Gitarrist der Band wäre, würde mir „Dull Generation“ mit seinem unglaublich krassen Breakdownpart in Erinnerung bleiben. Die Nordenhamer Formation hat im Mai ihr neues Album „Apex“ veröffentlicht, auf dem man unter anderem diesen Song vernehmen kann. Die Aufnahme des Albums erfolgte in kompletter Eigenregie und wurde nur zum Mastern aus den Händen der Bandmitglieder gegeben. Ich find‘s heftig gut und qualitativ so hochwertig, dass sich die Jungs mit dem Album in die Regale der internationalen Metalgrößen einreihen können.

Auch anhören: Saturday Night Knockout, Last Call

Hengstin – Jennifer Rostock

Jennifer Rostock live in München 2015 (Von Pistenwolf Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link)

Feminismus wird bei Jennifer Rostock und ganz besonders bei Frontfrau Jennifer Weist groß geschrieben. Die Band, die sich im Frühjahr diesen Jahres in eine längere Bandpause verabschiedet hat, hat mit „Hengstin“ nochmal ein Brett hingelegt. Zum Vergleich: eigentlich war mir Jennifer Rostock immer als deutsche Punkband bekannt, aber im Laufe der Jahre hat sich die Band weiterentwickelt und auch vor Rapparts schreckt Weist, wie sie hier beweist, nicht zurück. Im Video freizügiger denn je, gibt sie allen Chouvis da draußen eine ordentliche Ansage und bestärkt Frauen darin, für sich und ihre Werte einzustehen. Ich kann den Song komplett mitrappen und eine Show im Auto ist bei mir hier immer schon vorprogrammiert. Wer will mich „battlen“? Ich stehe bereit.

Auch anhören: Kopf oder Zahl, Ein Schmerz und eine Kehle

Cover me up – Noah Guthrie

Hier keimt meine Liebe zu Folk- und Countrymusik hoch. Ich liebe Westerngitarren und romantische Folksongs. Bei „Cover me up“ fühle ich mich jedes Mal, als würde ich in einer Blockhütte in Texas vor’m Kamin sitzen und über die Liebe nachdenken. Ein wundervoller, emotionaler Song, wie ich finde. Noah Guthire hat übrigens mal bei der US-amerikanischen Musical-Comedy-Serie „Glee“ mitgewirkt. Das hört man seiner Musik, finde ich, gar nicht mehr an.

Auch anhören: City and Colour von Northern Wind, California Sun von Corey Harper

Animal – Neon Trees

Mein „Wie starte ich fit in den Tag“- Song. Bei schlechter Laune wirkt er Wunder und lässt mich schon morgens um halb 7 im Bad mit der Kaffeetasse abwackeln. Neon Tree hat seit 2014 kein neues Album rausgebracht und ist wohl auch mit „Animal“ fast schon eine Art One Hit Wonder. Aber der Song allein hat schon einen Platz in meiner Playlist verdient.

Fader – The Tamper Trap

URLAUB! Da ich nächste Woche Urlaub habe, kommt hier mein ultimativer Urlaubssong. Für viele vielleicht unverständlich, aber irgendwie lässt mich dieser Song abschalten und verwandelt jede schlechte Laune und Langeweile in gute Laune und Tatendrang verwandeln. Kennt ihr das? Manchmal gibt es solche Songs, die das schaffen – und richtig beschreiben, warum es so ist, kann man nicht. The Tamper Trap machen Indie- und Alternative-Rock und haben mich schon mit dem Song „Sweet Disposition“ aus dem Jahr 2001 überzeigt. Der Song hat sogar mal eine Deichmannwerbung untermalt und hat dadurch nochmal ordentlich Aufmerksamkeit abgestaubt.

Auch anhören: Sweet Disposition, My Body von Young the Giant

Nevermind – Dennis Lloyd

Ein bisschen Mainstream werden wir jetzt auch mal. Der einzige Chartsong, der mich momentan ordentlich abgrooven lässt und mir nicht nach 3 mal hören auf die Nerven geht. Ein schöner, entspannter Popsong im Deep-House-Stil von dem israelischen Musiker Dennis Lloyd, der in diversen Ländern die Top 20 der Spotify-Charts erreichte.

Rollin‘ – Limp Bizkit

Das ist – und jetzt haltet euch fest – mein Inliner-Song. Mit „Rollin‘“ im Ohr lässt es sich leicht mal 10 Kilometer am Deich rocken. Und Limp Bizkit ist für mich im Nu Metal-Bereich nach wie vor die Nummer 1. Am kommenden Mittwoch (15. August 2018) spielt die Band sogar ein Konzert in unserer Nähe: Hannover wird auf den Kopf gestellt. Ich vergnüge mich weiter mit meinen Inlinern und lass‘ Fred Durst in mein Ohr schreien.

Auch anhören: Freak On a Leash von Korn, Crawling von Linkin Park

Emily – Watch Out Stampede

Die Bremer Metalband hat mit „Emily“ einen Song für mich geschrieben. Okay, nicht ganz, vielleicht heiße ich auch einfach nur so wie das Mädchen, um das es im Song geht. Ich selbst war schon auf ein paar Konzerten von den Jungs (wie gesagt – ich bin insgeheim ein kleiner Metalhead) und durfte dann sogar auf die Bühne. Frontmann Ando hat zwar dann dem Publikum stolz erzählt, dass ich das Mädchen aus dem Video sei, aber okay (wer das Video anschmeißt, weiß, warum das ziemlich unangenehm für mich war). Trotzdem find ich den Song ziemlich gut und auch hier überzeugt mich der Breakdownpart ab Minute 3:04 J

Auch anhören: We are the Branches, In Pictures

Lieblingssongs – Olson

Dieser Song wurde mir von Spotify vorgeschlagen. Auch so kann man auf Songs aufmerksam werden. Der deutsche Rapper „Olson“ war mir vorher kein Begriff, hat mich aber mit diesem Duet mit Sängerin „Lary“ verzaubert. Wiki beschreibt seine Musik als romantisch-melancholische Rap- und Popmusik und genau da würde ich „Lieblingssongs“ auch einordnen.

Auch anhören: Ganz schön okay von Casper, 1,40m von Prinz Pi

Moonlight – Grace VanderWaal

Grace VanderWaal (Von UPROXX – https://www.youtube.com/watch?v=UKWwuptcXhE, CC BY 3.0, Link)

Auf Facebook ging das Video der jungen Grace um die Welt. Mit 12 Jahren hat sie sich mit ihrer Ukulele bei „America’s Got Talent“ im Jahre 2016 auf die Bühne gestellt und mit ihrem eigenen Song „I Don’t Know My Name“ auf ganzer Linie überzeugt. Für ihren Auftritt hat sie sogar den goldenen Buzzer kassiert. Schon in diesem Video hat mich ihre Stimme, die ganz und gar nicht wie die von einer 12-Jährigen klingt, überzeugt. Wahnsinn. Schaut euch einfach das Video an. „Moonlight“ ist einer meiner Lieblingssongs von ihr. Und ich finde, dass man eine so talentierte junge Dame voll und ganz unterstützen sollte.

Auch anören: I don’t know my name, Clay

Spirits – Mogli

You taste like winter in the middle of july“ – beenden wir doch diese bunt gemischte Playlist einfach mal mit einem sehr ruhigen Song von der Sängerin Mogli. Bekannt aus der Erfolgsdokumentation „Expedition Happiness“, in der sie zusammen mit ihrem Partner Felix Starck einen alten Schulbus zu einem Wohnwagen umbaut, hat sie mit dem Soundtrack der Doku voll meinen Geschmack getroffen. Ihr Album „Wanderer“ ist während der Reise entstanden, die das Paar von Alaska bis Argentinien geführt hat. „Spirits“ ist ein Liebeslied – und ich bin mir ziemlich sicher, das Mogli aka. Selima Taibi dieses Lied für ihren Felix geschrieben hat.

Auch anhören: Alaska, Lost

Emily Zimmermann

Oberfränggisches Madl mit einem Herzen für den Norden (ganz besonders für das kulinarische Angebot wie Grünkohl und Pinkel). Wenn Sie nicht vor der Kamera für Ihren YouTube-Channel „SACH AN!“ rumhüpft, singt sie auf den verschiedensten Bühnen Norddeutschlands – von Straßenfesten bis Hochzeiten. Man erkennt Emily an ihrem – von vielen Kollegen liebevoll genannten – Sprachfehler: das rollende R!

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