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Nathalie Meng

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Als Schwarzwaldmädchen geboren, in den vergangenen zehn Jahren jedoch häufig umgezogen, unter anderem nach Berlin, Leipzig, Barcelona. Und nun eben nach Oldenburg. Sagt nach wenigen Monaten im Nordwesten meist schon ganz automatisch "Moin". Mag Schafe, Schiffe und Seefahrerromantik - da kommt ihr die Nähe zum Meer in der neuen Heimat ganz gelegen. Aus ihrer alten Heimat vermisst sie allerdings hin und wieder eine richtige Butterbrezel und hügelige Laufstrecken. Hatte lange Angst vor ihrem dreißigsten Geburtstag. War dann gar nicht so schlimm.

„Das ist kein Event-Festival, sondern ein Prozess-Festival: Es entwickelt sich ständig weiter. Alle Generationen und möglichst viele soziale Schichten sollen hier zusammenkommen und sich austauschen. Es geht hier darum, in einer Utopie zu leben. Und dieser Ort ist ein utopischer Ort. Dazu kommt noch die Musik. Die soll provozieren und Dissonanzen schaffen. Man braucht positive Dissonanzen. Dadurch kommen Menschen zusammen und diskutieren. Hier steckt so viel Leidenschaft drin. Die Leute sollen hier rauskommen und etwas mitnehmen. Das würde ich mir wünschen, und ich habe das Gefühl, das kommt auch an.“

Musik ist wichtig für die Autorinnen und Autoren von klarnordisch.de. Dabei hat natürlich jeder so seine ganz eigenen Vorlieben, von 60’s bis Charts . Da jedem von uns ständig irgendein Lied im Kopf rumschwirrt, machen wir aus den Ohrwürmern einfach Artikel – und präsentieren euch unsere Playlist der Woche!

Nathalie Meng (Jahrgang 1988) mag handgemachte Musik mit melancholischem Grundton. Und Sprachen. Beides merkt man ihrer Playlist an. Die Spotify-Playlist findet ihr am Ende des Artikels. Falls es euch zu soft oder zu schwermütig wird, bitte trotzdem auf jeden Fall das letzte Lied anhören – das ist wichtig, für unsere Gesellschaft und so.

Vergangenes Jahr, Ende Mai: Meine Masterarbeit war so gut wie fertig, gleichzeitig befand ich mich auf der Suche nach einer sinnstiftenden beruflichen Zukunft, das Stresslevel war hoch, Urlaub in naher Zukunft unbedingt nötig, aber ich wollte ihn mir nicht so richtig gönnen.

Zwei Freundinnen erkannten die Lage und fragten mich, ob ich nicht Anfang Juli mit ihnen für ein paar Tage an die Nordsee fahren wolle – einfach nur in den Tag hineinleben und entspannen. Es sollte irgendwo in die Nähe von Wilhelmshaven gehen. Eine weitere Freundin von uns war gerade dorthin gezogen, was ausschlaggebend für das Reiseziel „irgendwo an der Nordsee“ war.