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Claus Arne Hock

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Jahrgang 1982; Journalist mit Migränehintergrund; Die Kanzlerin hat mir nie ihr Vertrauen ausgesprochen; Volontär in der Presseagentur GanterMedia (Ganderkesee); Musikbegeisterter Film- und Comicfan.

Den Blicken nach zu urteilen, sind sich einige Passanten auf dem Schlossplatz in Oldenburg nicht ganz sicher, was sie gerade erleben. Kein Wunder, tummeln sich doch martialische Gestalten neben riesigen Bären und unschuldig dreinschauenden Schulmädchen. „Es ist wie Karneval, nur das ganze Jahr über“, sagt Jan Wildermann (24) und lacht. Doch ganz so einfach ist die Sache nicht, denn die über 200 jungen Leute, die sich am Samstag in Oldenburg trafen, sind allesamt: Cosplayer.

Alles fing mit der Frage an: Wie hat sich Brasilien vor der Fußball-WM verändert? 2013 war es, als Lisa Altmeier und Steffi Fetz erstmals als „Crowdspondent“ durch die Welt reisten. Seitdem waren sie auch in Griechenland, Japan und auch in Deutschland unterwegs. Auf der Re:publica 2018 hatten wir die Gelegenheit, kurz mit Lisa Altmeier (@weltanschauer) zu sprechen. Das Interview führte Mareike Wübben.

Schon an Tag 0 der Re:publica tauchte ein Hashtag immer wieder in der Timeline auf: #KeinerBleibtAllein. Ganz weit hinten im Kopf bimmelte ein kleines Glöckchen. Da war doch mal was, oder? So Weihnachten rum vor zwei Jahren? Tatsächlich, nur damals hieß es noch: #KeinerTwittertAllein. Schön, wenn man direkt vor Ort den Initiator des damaligen Hashtags, Christian Fein, interviewen kann.

21.17 Uhr, wir sitzen im Hotelzimmer der Kollegin. Die Badges für die morgen offiziell startende Re:publica 2018 sind abgeholt, der Weg abgecheckt und auch das erste Bier getrunken. Die ersten Eindrücke sind für uns Newbies positiv, die Atmosphäre auf dem Innenhof der Station Berlin war so, wie man sie sich vorstellt. Nur Seifenblasen haben wir noch keine gesehen, aber die Filterbubbles sollen ja auch erst ab Morgen zum Platzen gebracht werden.

Die Funkmeldeempfänger springen an, ein Gong hallt durch die Rettungswache Ganderkesee. Ein kurzer Blick auf die Alarmierung gibt einen ersten Eindruck, worum es geht. Mehr Details gibt es auf der Fahrt durch die Leitstelle. Monique Hollje (24, Rettungsassistentin) und Malte Spille (Rettungssanitäter) machen sich auf den Weg in die Fahrzeughalle. Zügig, aber nicht überstürzt, vorbei am Kicker und am Fernseher, die Treppe runter, durch die etwas verwinkelten Gänge der Rettungswache.