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Auf der Re:publica getroffen: #KeinerBleibtAllein

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Schon an Tag 0 der Re:publica tauchte ein Hashtag immer wieder in der Timeline auf: #KeinerBleibtAllein. Ganz weit hinten im Kopf bimmelte ein kleines Glöckchen. Da war doch mal was, oder? So Weihnachten rum vor zwei Jahren? Tatsächlich, nur damals hieß es noch: #KeinerTwittertAllein. Schön, wenn man direkt vor Ort den Initiator des damaligen Hashtags, Christian Fein, interviewen kann.

Über zehn Minuten ging das Gespräch – so viel zum Thema „kurzgeschnackt“! – einen Teil des Interviews gibt es im Video zu sehen. Die weiteren Fakten in der Kurzzusammenfassung:

Von Twitter zu Facebook

Ziel das Hashtags #KeinerTwittertAllein war es: „Menschen die ungewollt einsam Weihnachten Zuhause verbrachten auf Twitter gemeinsame Zeit verbringen zu lassen, um die Einsamkeit nicht so sehr erdrückend zu spüren und mit den anderen Nutzern unter dem Hashtag digital das Leben zu feiern“, so steht es auf der Homepage des im März gegründeten Vereins #KeinerBleibtAllein. Ein Ziel, welches am 24. dezember 2016 und eine Woche später zu Silvester durchaus erreicht wurde: Trending Topic auf Twitter in deutschland und zahlreiche Rückmeldungen und „Vermittlungen“ beweisen es.

2007 wurde die Aktion wiederholt, die Bilanz:

  • 3,89 Millionen Ansichten der Aufruftweets

  • 2378 Teilnehmer (Sucher und Bieter von Gesellschaft)

  • 645 Vermittlungen (Weihnachten inkl. Silvester)

  • 34,8 % Suchend

  • 65.2 % Bietend

  • 78% aller Suchenden konnten erfolgreich vermittelt werden

  • Über 2700 Nachrichtenkonversationen

  • 9 Veröffentlichungen in der Presse

So langsam reifte in Christian Fein nun die Idee, das Ganze auf solidere Füße zu stellen und vor allem auch Facebook als Plattform mit einzubeziehen.

#KeinerBleibtAllein war daraufhin die Antwort. Dieser Hashtag ist universell, leicht verständlich und sehr schlecht angreifbar. Jeder kennt das Gefühl der Einsamkeit und des Alleinseins und kann von daher sofort mit #KeinerBleibtAllein etwas anfangen und ahnt in etwa schon um was es geht.

 

Eine spannende Aktion, die zeigt, dass das Internet auch im kleinen Maßstab, direkt vor Ort Gutes tun und Menschen zusammenbringen kann. Wir von klarnordisch sind gespannt, wie es weiter gehen wird.

Die wichtigsten Kontakte

Wer mit dem Verein in Kontakt treten will, kann dies bei Facebook tun (#KeinerBleibtAllein), auf der Homepage des Vereins oder natürlich bei Twitter, dort ist Christian Fein als Mnemoniker /@hipsterfitness unterwegs.

Claus Arne Hock

Jahrgang 1982; Journalist mit Migränehintergrund; Die Kanzlerin hat mir nie ihr Vertrauen ausgesprochen; Volontär in der Presseagentur GanterMedia (Ganderkesee); Musikbegeisterter Film- und Comicfan.

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